Yang Xinhai
- Aktive Jahre
- 2000–2003
- Modus Operandi
- Stumpfe GewaltVergewaltigungEinbruch
Yang Xinhai wurde am 17. Juli 1968 im Dorf Yangtaozhuang im Kreis Zhengyang der Provinz Henan geboren und am 14. Februar 2004 in Luohe durch Erschießen hingerichtet. Zwischen 2000 und 2003 überfiel er in vier chinesischen Provinzen wiederholt Bauernhaushalte, tötete mindestens 67 Menschen und vergewaltigte 23 Frauen. Er gilt als der aktenkundig produktivste Serienmörder der Volksrepublik China seit deren Gründung 1949.
Werdegang
Er wuchs als viertes von sechs Kindern in großer Armut in einer Bauernfamilie auf. Obwohl er in der Schule zeitweise als zeichnerisch begabt galt, wurde er zunehmend zum Einzelgänger ohne Freunde und brach die Mittelschule 1985 ab, um als Wanderarbeiter durchs Land zu ziehen. Bereits 1988 wurde er wegen eines Diebstahls in Xi’an zu einer Umerziehung durch Arbeit verurteilt, 1991 folgte eine weitere Haftstrafe wegen Diebstahls in Shijiazhuang. 1996 wurde er wegen versuchter Vergewaltigung in Zhumadian verurteilt, nachdem ihm sein Opfer beim Angriff einen Teil der Zunge abgebissen hatte. Er verbüßte diese Strafe bis 1999.
Taten
Zwischen dem 19. September 2000 und dem 8. August 2003 überfiel er in insgesamt 26 dokumentierten Vorfällen vor allem abgelegene Bauernhäuser in den Provinzen Henan, Hebei, Anhui und Shandong, drang nachts ein und erschlug die Bewohner, meist ganze Familien, mit Äxten, Hämmern oder Spaten. Häufig trug er dabei neue Kleidung und zu große Schuhe, vermutlich um eine Identifizierung zu erschweren. Insgesamt gestand er 67 Morde und 23 Vergewaltigungen, allein 49 Morde und 17 Vergewaltigungen entfielen auf die Provinz Henan.
Festnahme
Am 3. November 2003 wurde er in der Stadt Cangzhou bei einer Polizeikontrolle festgenommen. Erst die anschließende Überprüfung seiner Fingerabdrücke und die weiteren Ermittlungen verbanden ihn mit der Mordserie in vier Provinzen.
Prozess und Hinrichtung
Das Mittlere Volksgericht der Stadt Luohe verurteilte ihn am 1. Februar 2004 zum Tode. Bereits 13 Tage nach dem Urteil und gut drei Monate nach seiner Festnahme wurde er am 14. Februar 2004 durch Erschießen hingerichtet.
Nachwirkungen
Der Fall löste in China eine Debatte über die soziale Isolation und Verwahrlosung von Wanderarbeitern in ländlichen Regionen aus sowie über Lücken in der Fahndungskoordination zwischen den Provinzen, die es ihm über Jahre ermöglicht hatten, unentdeckt zu bleiben.