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William Cornelius Jones

Blick auf Halifax in West Yorkshire vom Beacon Hill, der Stadt, in der William Cornelius Jones seine Frau erschoss
Phil Champion / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0
1
Opfer
hingerichtet
TotschlägerHalifax , Großbritannien
Aktive Jahre
1926
Modus Operandi
Erschießen

Ein Soldat kündigt einem Kameraden unumwunden an, er werde seine eigene Frau erschießen. Er steckt sich eine scharfe Patrone ein, geht seiner schwangeren Ehefrau auf offener Straße entgegen und erschießt sie mit dem Dienstgewehr seines Regiments. Vor Gericht behauptet er später, der Schuss habe sich versehentlich gelöst. William Cornelius Jones konnte die Jury damit nicht überzeugen, sie brauchte für ihr Urteil nur wenige Minuten.

Werdegang

William Cornelius Jones wurde 1904 geboren und diente als Angehöriger einer Territorialarmee-Einheit im englischen Halifax, West Yorkshire. Mit seiner Frau Winifred Jones, die zum Tatzeitpunkt schwanger war, lebte er in der Stadt. Über das eheliche Zerwürfnis, das der Tat vorausging, ist wenig überliefert, außer dass er sie offenbar lange genug plante, um sowohl die Tatwaffe als auch scharfe Munition vorzubereiten.

Die Tat

Am 10. Juli 1926 kündigte William Cornelius Jones einem Kameraden an, er werde seine Frau erschießen, und trug fortan eine scharfe Patrone bei sich. Wenig später traf er auf offener Straße in der Crib Lane in Halifax auf seine Frau und erschoss sie mit seinem Dienstgewehr. Zeugen sahen ihn unmittelbar nach dem Schuss.

Ermittlung und Prozess

Die Polizei nahm William Cornelius Jones noch am Tag der Tat fest. Vor Mr Justice MacCardie in den Leeds Assizes behauptete er am 6. Dezember 1926, das Gewehr habe sich versehentlich gelöst. Die Anklage widersprach dieser Version entschieden und bezeichnete die Tat als vorsätzlichen Mord. Die Jury benötigte nur wenige Minuten, um ihn schuldig zu sprechen.

Hinrichtung

Am 5. Januar 1927 wurde William Cornelius Jones im Gefängnis von Leeds durch den Henker Thomas Pierrepoint und seinen Assistenten Robert Baxter gehängt.

Nachwirkungen

Der Fall reiht sich in eine lange Liste britischer Beziehungstaten der 1920er Jahre ein, bei denen eine angekündigte Gewalttat trotz Vorwarnung nicht verhindert werden konnte. Die vorsätzliche Vorbereitung, das Mitführen scharfer Munition und die vorherige Ankündigung gegenüber einem Zeugen ließen der Verteidigung vor Gericht kaum Raum, den tödlichen Schuss als Unfall darzustellen.