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William Collis

Das Stadtzentrum von Kirkby bei Liverpool, wo William Collis seine Frau tötete
Wikimedia Commons / Sue Adair · CC BY-SA 2.0
1
Opfer
inhaftiert
TotschlägerKirkby , Großbritannien
Aktive Jahre
2006
Modus Operandi
ErwürgenBetrug

Monatelang erzählte er Freunden und Nachbarn von einer langen Wohnmobilreise durch Europa, die er mit seiner Frau unternehme. In Wahrheit lag Georgina Ryder da schon tot an einem einsamen See in den schottischen Highlands. William Collis hatte sie in der Garage ihres gemeinsamen Hauses erwürgt und ihre Leiche über 500 Kilometer transportiert, um sich selbst ein Alibi zu verschaffen.

Werdegang

William Collis, geboren 1947, arbeitete als IT-Lehrer und lebte in Kirkby bei Liverpool. Mit Georgina Ryder war er 31 Jahre verheiratet und Vater von fünf gemeinsamen Kindern, zum Zeitpunkt der Tat lebte das Paar allerdings bereits getrennt. Nebenher unterhielt er eine Beziehung zu einer anderen Frau, Anne Farrell, die im englischen Hertfordshire lebte.

Die Tat

Am 15. Juli 2006 erwürgte er die 52-jährige Georgina Ryder in der Garage ihres Hauses. Danach lud er die Leiche in ein Fahrzeug und fuhr über 500 Kilometer bis nach Argyll in Schottland, wo er sie in einen Schlafsack gewickelt am Ufer des Loch Ariel zurückließ. Um seine Spur zu verwischen, nahm er zeitweise sogar den Namen seiner toten Frau an und trat als „John Ryder” auf. Gegenüber Familie und Bekannten behauptete er, mit ihr gemeinsam durch Europa zu reisen, während er in Wahrheit zu seiner Geliebten nach Hertfordshire zog. Aus den Ersparnissen seiner toten Frau entwendete er rund 12.000 Pfund.

Ermittlung und Festnahme

Erst im Oktober 2006, als die Reise viel zu lange dauerte und niemand mehr etwas von dem angeblich reisenden Paar hörte, meldeten Familienangehörige Georgina Ryder als vermisst. Als die Polizei ihm auf die Spur kam, versuchte er über einen Hafen nach Irland zu fliehen, wurde dabei aber festgenommen. Unter dem Druck der Ermittlungen legte er ein Geständnis ab und führte die Beamten selbst zu der Stelle am Loch Ariel, an der er die Leiche zurückgelassen hatte.

Prozess und Urteil

Am 3. August 2007 verurteilte das Preston Crown Court William Collis zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe mit einer Mindestverbüßungsdauer von 17 Jahren.

Nachwirkungen

Der Fall wurde später unter dem Titel „The Camper Van Killer” in der britischen Dokumentationsreihe „Nightmare in Suburbia” aufgearbeitet, die zeigt, wie tief die Fassade eines scheinbar gewöhnlichen Ehelebens die monatelange Lüge über eine gemeinsame Europareise verdecken konnte.

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