William Clyde Gibson
- Aktive Jahre
- 2002–2012
- Modus Operandi
- ErwürgenErstechenVergewaltigungZerstückelung
Als zwei Schwestern am 18. April 2012 nach Christine Whitis suchten, fanden sie die 75-Jährige tot in William Clyde Gibsons Garage. Der Fund führte nicht nur zu seiner Festnahme: In den folgenden Tagen gestand Gibson einen zehn Jahre alten Mord und zeigte der Polizei ein weiteres Grab in seinem eigenen Garten.
Vorgeschichte
William Clyde Gibson wurde am 10. Oktober 1957 in Raleigh, North Carolina, geboren und wuchs in New Albany im US-Bundesstaat Indiana auf. Vor den Morden war er wiederholt inhaftiert und wegen eines Sexualdelikts registriert worden. Für die spätere Einordnung des Falles sind vor allem die in den Gerichtsentscheidungen dokumentierten Taten maßgeblich; spekulative Kindheitsdeutungen wurden aus dem Profil entfernt.
Karen Sue Hodella
Am 10. Oktober 2002 traf Gibson die 44-jährige Karen Sue Hodella in einer Bar in Jeffersonville. Er erstach sie und legte ihren Körper in Clarksville ab. Die Leiche wurde am 7. Januar 2003 gefunden und anhand zahnmedizinischer Unterlagen identifiziert. Der Fall blieb fast zehn Jahre ungeklärt, bis Gibson ihn nach seiner Festnahme gestand.
Stephanie Kirk und Christine Whitis
Gibson lernte die 35-jährige Stephanie Kirk am 24. März 2012 in einer Bar kennen. Nach den Feststellungen des Gerichts tötete er sie am folgenden Tag, dem 25. März, und vergrub ihren Körper in seinem Garten. Das bisherige Statistikdatum 24. März bezeichnete das Kennenlernen, nicht die Tötung, und wurde korrigiert.
Am 18. April 2012 tötete er Christine Whitis, eine Freundin seiner verstorbenen Mutter, in seinem Haus. Sie wurde sexuell angegriffen, erwürgt und nach ihrem Tod verstümmelt. Ihre Schwestern entdeckten die Leiche in der Garage. Gibson wurde am folgenden Tag in Whitis’ Auto festgenommen.
Verfahren
Für den Mord an Christine Whitis wurde Gibson 2013 schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt. Im Fall Karen Hodella bekannte er sich 2014 schuldig und erhielt 65 Jahre Haft. Wegen des Mordes an Stephanie Kirk wurde ein zweites Todesurteil verhängt. Die Verurteilungen wurden in späteren Rechtsmittelverfahren bestätigt.
Gibson behauptete zeitweise, weitere Menschen getötet zu haben. Ohne bestätigende Ermittlungs- oder Gerichtsergebnisse werden diese Aussagen nicht zu seiner Opferzahl gerechnet.
Aktueller Verfahrensstand
Gerichtsunterlagen aus dem Jahr 2026 führen William Clyde Gibson weiterhin als zum Tode verurteilten Gefangenen. Ein öffentlich belegter Hinrichtungstermin liegt nicht vor. Sein bundesrechtliches Habeas-Verfahren beschäftigte 2026 weiterhin die Bundesgerichte.