Willem van Eijk
- Aktive Jahre
- 1971–2001
- Modus Operandi
- ErwürgenErstechenVergewaltigung
Drei Monate lang überwachten Ermittler einen Hof bei Harkstede, bevor sie Willem van Eijk 2001 festnahmen. Danach gestand er drei jüngere Tötungen. Eine RTL-Rekonstruktion verbindet diese Geständnisse mit zwei früheren Mordschuldsprüchen und damit insgesamt fünf getöteten Frauen.
Werdegang
Er wuchs als Außenseiter auf und wurde in seiner Kindheit gemobbt, was ihm den Spottnamen „Gekke Willempie“ einbrachte. Schon früh zeigte er Auffälligkeiten wie Tierquälerei und sammelte, was Nachbarn später als „morbide Gegenstände“ beschrieben. Er entwickelte Vergewaltigungs- und Gewaltfantasien, die er über Jahrzehnte hinweg in unregelmäßigen Abständen in die Tat umsetzte. Zuletzt lebte er auf einem Hof in Harkstede in der Provinz Groningen, der 2016 abgerissen wurde.
Taten
Seine Opfer waren durchweg Frauen, die er als verwundbar wahrnahm, darunter Anhalterinnen und Sexarbeiterinnen:
- Cora Mantel, 15 Jahre, erwürgt am 22. Juni 1971 mit ihrem eigenen Schal, anschließend vergewaltigt.
- Aaltje van der Plaat, 43 Jahre, am 19. August 1974 durch mehrere Messerstiche getötet, die Leiche wurde verstümmelt.
- Eine junge Frau, in den Quellen unterschiedlich als Michelle oder Antoanella Bertholda Fatol geführt, 23 Jahre, im November 1993 bei einem sexuellen Übergriff erwürgt.
- Annelies Reinders, 31 Jahre, am 21. Januar 1995 getötet, ihre Leiche wurde im Eems-Kanal gefunden.
- Sasja Schenker, 34 Jahre, am 17. Juli 2001 getötet und nackt in einem Gewässer entdeckt.
Ermittlung und Festnahme
Der Fund von Kleidungsstücken des letzten Opfers in der Nähe seines Wohnorts führte die Ermittler auf seine Spur. Am 12. November 2001 wurde er festgenommen. Erst im Zuge der Ermittlungen ordneten die Behörden ihm rückwirkend auch die vier zurückliegenden, bis dahin ungeklärten Morde zu.
Prozess und Nachwirkungen
Am 7. November 2002 verurteilte ihn ein niederländisches Gericht zu lebenslanger Haft, das Urteil wurde vom Obersten Gerichtshof (Hoge Raad) in der Berufung bestätigt. Mehrere seiner Gnadengesuche blieben in den folgenden Jahren erfolglos. Er starb am 19. Juni 2019 in der Justizvollzugsanstalt Vught, die genaue Todesursache wurde nicht öffentlich bekannt gegeben.