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Wayne Williams

Wayne Williams, fotografiert 2018
Jeffrey Beall, via Wikimedia Commons · CC BY 4.0
2
Opfer
inhaftiert
SerienmörderAtlanta , USA
Aktive Jahre
1979–1981
Modus Operandi
Erwürgen

Wayne Bertram Williams wurde am 27. Mai 1958 in Atlanta, Georgia, geboren. 1982 wurde er wegen des Mordes an zwei erwachsenen Männern verurteilt, gilt aber bis heute als Hauptverdächtiger für den Großteil der als „Atlanta Child Murders” bekannten Mordserie, der zwischen 1979 und 1981 rund 29 überwiegend junge Schwarze aus Atlanta zum Opfer fielen.

Werdegang

Er wuchs als Sohn zweier Lehrer im Stadtteil Dixie Hills auf und interessierte sich schon als Jugendlicher für Rundfunktechnik und Journalismus, unter anderem betrieb er einen eigenen kleinen Radiosender.

Die Atlanta Child Murders

Zwischen 1979 und 1981 verschwanden in Atlanta rund 29 Menschen im Alter zwischen sieben und 27 Jahren, fast ausschließlich Jungen und junge Männer, und wurden später tot aufgefunden. Die Stadt geriet in Angst und Ausnahmezustand, während die Ermittlungen über Monate ohne greifbaren Verdächtigen blieben. Ermittler verbanden ihn später über Faserspuren mit einem seltenen Teppichtyp aus seinem Zuhause und seinem Auto mit mehreren der Fälle.

Festnahme und Prozess

Am 21. Juni 1981 wurde er festgenommen. Der Indizienprozess vor dem Fulton County Superior Court begann am 6. Januar 1982 und dauerte rund zwei Monate. Am 27. Februar 1982 sprachen die Geschworenen ihn nach zwölfstündiger Beratung des Mordes an den beiden erwachsenen Männern Nathaniel Cater und Jimmy Ray Payne schuldig, nicht jedoch an einem der überwiegend minderjährigen Opfer der eigentlichen „Child Murders”. Er erhielt zwei lebenslange Haftstrafen.

Anhaltende Kontroverse

Nach seiner Festnahme erklärte die Polizei einen Großteil der ungeklärten Fälle für abgeschlossen, ohne dass es zu weiteren Anklagen kam. Er selbst beteuert seit seiner Verurteilung durchgehend seine Unschuld und wirft den Behörden vor, mögliche Hinweise auf eine Beteiligung des Ku-Klux-Klans unterdrückt zu haben, um in der ohnehin angespannten Stadt keinen Rassenkonflikt zu riskieren. Journalisten und Kriminologen sind sich bis heute uneins, in wie vielen der rund 29 Fälle er tatsächlich der Täter war.

Nachwirkungen

Er sitzt weiterhin im Telfair State Prison ein, ein Bewährungsantrag wurde zuletzt 2019 abgelehnt, die nächste Anhörung ist für 2027 vorgesehen. Der Fall bleibt einer der am kontroversesten diskutierten Serienmordfälle der amerikanischen Geschichte.

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