Volker Eckert
- Aktive Jahre
- 1974–2006
- Modus Operandi
- Erwürgen
Volker Eckert gestand sechs Morde in Deutschland, Frankreich und Spanien. Ermittler brachten den Fernfahrer darüber hinaus mit weiteren Tötungen in mehreren europäischen Ländern, darunter Italien, in Verbindung. In der Presse wurde er als „Brummi-Killer“ bekannt. Er beging 2007 in seiner Gefängniszelle Suizid, bevor es zu einem regulären Prozess kam.
Werdegang
Er wurde am 1. Juli 1959 in Oelsnitz im Vogtland geboren und wuchs im nahen Plauen auf. Bereits im Alter von 14 Jahren erwürgte er am 7. Mai 1974 seine Schulkameradin Silvia Unterdörfel auf einem Dachboden, ohne dass diese Tat zunächst aufgeklärt wurde. Nach seiner Haftentlassung aus einer späteren Jugendstrafe griff er nachts wiederholt Frauen in seiner Heimatstadt an. Später arbeitete er als Fernfahrer für internationale Speditionen, ein Beruf, der es ihm ermöglichte, in mehreren europäischen Ländern unauffällig Kontakt zu Prostituierten zu suchen.
Die Taten
Auf seinen Fahrten durch Westeuropa lockte er wiederholt Prostituierte in seinen Lastwagen, folterte und erwürgte sie anschließend. Ermittler fanden in seinem Fahrzeug und in seinem Wohnhaus Haarbüschel sowie Fotografien der Opfer, die er ab 2003 systematisch anfertigte. Er gestand später sechs Morde in Spanien, Frankreich und Deutschland. Die Ermittler prüften darüber hinaus zahlreiche weitere Tötungsdelikte in mehreren europäischen Ländern; nicht alle Verdachtsfälle konnten ihm abschließend zugeordnet werden.
Ermittlung und Festnahme
Am 17. November 2006 wurde er in Köln festgenommen, nachdem ein internationales Ermittlerteam aus mehreren europäischen Ländern seinen Fahrten nachgegangen war. Die in seinem Lastwagen sichergestellten Fotografien und Haarproben lieferten den Ermittlern entscheidende Beweise gegen ihn.
Ende
Zu einem regulären Gerichtsprozess kam es nicht mehr: Am 2. Juli 2007, einen Tag nach seinem 48. Geburtstag, wurde er tot in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Bayreuth aufgefunden. Er hatte sich mit einer als Strick präparierten Gardine erhängt. Die Ermittlungen wurden im Dezember 2007 offiziell eingestellt.
Nachwirkungen
Der Fall gilt als Beispiel dafür, wie der grenzüberschreitende Beruf des Fernfahrers es einem Serientäter über Jahrzehnte ermöglichte, in mehreren Ländern unentdeckt zu bleiben, da die beteiligten Polizeibehörden ihre Ermittlungen lange nicht koordinierten.