Victor Castigador
- Aktive Jahre
- 1989
- Modus Operandi
- BrandstiftungKomplizenGeiselnahme
Vier Menschen in einen Sicherheitskäfig gesperrt, mit Spiritus übergossen und angezündet: Was in einer Londoner Spielhalle als bewaffneter Raub begann, endete in einem der grausamsten Verbrechen, die Soho je erlebt hat.
Werdegang
Victor Castigador wurde 1954 auf den Philippinen geboren. Vor der Tat hatte er beruflich mit dem Besitzer einer Amusement Arcade in Soho zu tun, aus dieser Verbindung entwickelte sich offenbar über Zeit ein tiefer Groll.
Die Tat
In der Nacht des 2. August 1989 drang er gemeinsam mit vier jüngeren Komplizen, darunter der erst 17-jährige Paul Stephen Clinton, in die Spielhalle ein. Die Täter zwangen das Personal mit vorgehaltenen Waffen, den Safe zu leeren. Anschließend sperrten sie vier Menschen, darunter zwei sri-lankische Sicherheitsangestellte, den Filialleiter und eine Kassiererin, in einen Sicherheitskäfig. Victor Castigador und sein Komplize fesselten ihre Geiseln, übergossen sie mit Spiritus und warfen brennende Streichhölzer in den Käfig. Die beiden Sicherheitsangestellten starben an den Folgen der Verbrennungen, der Filialleiter und die Kassiererin überlebten schwer verletzt mit Verbrennungen an rund 30 Prozent ihrer Körperoberfläche.
Prozess und Urteil
Der Prozess gegen ihn begann im Februar 1990. Die Anklage lautete auf zwei Fälle von Mord, zwei Fälle versuchten Mordes und Raub. Das Gericht verurteilte ihn zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe mit einer Mindestverbüßungsdauer von 25 Jahren. Im Juni 2016 tötete er in der Haftanstalt Long Lartin einen Mitgefangenen, der 2008 wegen Mordes an seiner dreijährigen Tochter verurteilt worden war, mit einem Stein in einem Strumpf. Daraufhin wurde seine Strafe auf einen sogenannten „whole life tariff“ verschärft, lebenslange Haft ohne jede Aussicht auf Entlassung. Victor Castigador sitzt diese Strafe bis heute ab.