Vernon Robert Butts
- Aktive Jahre
- 1979–1980
- Modus Operandi
- ErwürgenVergewaltigungStumpfe GewaltKomplizen
Sechs Mordanklagen gegen Vernon Robert Butts erreichten nie ein Urteil. Er gestand seine Beteiligung an Taten mit William Bonin, starb aber am 11. Januar 1981 erhängt in seiner Zelle. Die kalifornische Justizvollzugsbehörde führt ihn als Komplizen, der vor dem Verfahren Suizid beging.
Taten
Vernon lernte William im Umfeld von Downey kennen. Zwischen Mai 1979 und April 1980 begleitete er den älteren Mann wiederholt bei der Suche nach Jungen und jungen Männern. Die Opfer wurden in einen Lieferwagen gelockt, gefesselt, missbraucht, gefoltert und meist erdrosselt. Staatsanwälte ordneten Vernon bis zu zwölf Taten zu. Formal angeklagt wurde er in mehreren Mordfällen, darunter die Tötungen von Thomas Lundgren, Markus Grabs, Donald Hyden, David Murillo, Darin Kendrick und Steven Wood.
Seine Aussagen enthielten detaillierte Schilderungen und belasteten William erheblich. Damit ist die relevante Mittäterschaft unabhängig davon gut belegt, dass es wegen des Todes vor Prozessbeginn zu keinem rechtskräftigen Urteil kam.
Festnahme und Tod
Vernon wurde 1980 festgenommen. Kurz nach einem Gerichtstermin fand das Gefängnispersonal ihn mit einem Handtuch am Hals in einer Einzelzelle. Sein Anwalt äußerte Zweifel an der Suizidthese, legte jedoch keine belastbare Alternative vor.
Der Tod hatte Folgen für das Verfahren. Weil seine Aussagen nicht mehr im Kreuzverhör geprüft werden konnten, musste die Anklage einzelne Mordvorwürfe gegen William fallenlassen. Vernon erhielt nie ein Urteil, seine geständige und durch weitere Ermittlungsergebnisse gestützte Beteiligung ist dennoch ausreichend dokumentiert.