← Zum Verzeichnis

Todd Alan Reed

genannt „Forest Park Killer"

Eingang zum Forest Park in Portland, wo Reed die Leichen seiner Opfer ablegte
Akampfer, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
3
Opfer
„Forest Park Killer"
inhaftiert
SerienmörderPortland , USA
Aktive Jahre
1999
Modus Operandi
VergewaltigungErwürgen

Zwischen dem 7. Mai und dem 2. Juni 1999 wurden im Forest Park von Portland drei Frauen tot aufgefunden. Ein Kondom nahe einer Leiche und Spuren an einem zweiten Opfer enthielten dasselbe DNA-Profil: Es gehörte Todd Alan Reed, der wegen eines früheren Sexualdelikts bereits in der Datenbank erfasst war.

Werdegang

Todd Alan Reed wurde am 22. Mai 1967 in Portland geboren. 1992 wurde er nach einem Angriff auf eine schwangere Frau wegen versuchter Vergewaltigung verurteilt und saß bis 1995 in Haft. Danach arbeitete er unter anderem bei einem Großhändler für Obst und Gemüse. Nach außen galt er als unauffälliger Angestellter und Familienvater.

Taten

Im Frühjahr 1999 verschwanden Lilla Faye Moler (28), Stephanie Lynn Russell (26) und Alexandria Nicole Ison (17). Alle drei Frauen lebten zeitweise auf der Straße und waren im Umfeld der Straßenprostitution bekannt. Ihre Leichen wurden zwischen dem 7. Mai und dem 2. Juni in demselben Waldgebiet gefunden. Die Ermittler gingen davon aus, dass die Frauen sexuell angegriffen und erwürgt worden waren.

Ermittlung und Festnahme

Am 7. Juli setzte die Polizei eine Beamtin als Lockvogel ein. Reed fiel auf, weil er ihr folgte, wurde kontrolliert und geriet dadurch in den Fokus. Der entscheidende Abgleich kam aus dem Labor: DNA aus einem Kondom nahe Lilla Faye Molers Fundort und von Stephanie Lynn Russells Körper stimmte mit Reeds gespeichertem Profil überein. Am 18. Juli 1999 wurde er an seinem Arbeitsplatz festgenommen.

Prozess

Am 23. Februar 2001 bekannte sich Reed in allen drei Mordfällen schuldig. Im Gegenzug verzichtete die Staatsanwaltschaft auf die Todesstrafe. Er erhielt drei aufeinanderfolgende lebenslange Freiheitsstrafen ohne Bewährungsmöglichkeit.

Weitere Verdachtsfälle

Die Behörden prüften auch eine mögliche Verbindung zu den ungeklärten Tötungen der Jugendlichen Jennifer Tchir und Mindi Thomas aus dem Jahr 1987. Eine Anklage gegen Reed wurde in diesen Fällen nicht erhoben; sie dürfen daher nicht zu seinen bestätigten Opfern gezählt werden.