Thomas Rath
- Aktive Jahre
- 1981–1983
Thomas Rath, geboren 1959, wurde als „Moormörder” bekannt. Zwischen 1981 und 1983 tötete der Unteroffizier der Bundeswehr vier junge Frauen im Raum Bremen und legte mehrere der Leichen im nahen Teufelsmoor ab, bis ihn ein überlebendes Opfer zur Festnahme verhalf.
Die Taten
Am 30. Oktober 1981 verschwand die 18-jährige Britta Schilling beim Trampen in der Nähe von Bremen. Ihre Leiche mit 27 Stichwunden wurde eine Woche später im Teufelsmoor gefunden. Am 9. Februar 1982 wurde die 20-jährige Heike Schnier als vermisst gemeldet, ihr Leichnam mit 36 Stichverletzungen wurde rund sechs Wochen später ebenfalls im Moor entdeckt. Am 22. Mai desselben Jahres verschwand die 18-jährige Angela Marks beim Trampen in Bremen, ihr Fall blieb lange ungeklärt und wurde erst im Nachhinein mit der Tatserie in Verbindung gebracht. Am 26. Dezember 1983 traf die 20-jährige Martina Volkmann, die von Bremen-Vahr aus nach Hamburg trampen wollte, auf ihren Mörder. Ihre Leiche wies mehr als 100 Stichwunden auf und wurde noch am selben Tag gefunden.
Festnahme
Anfang März 1984 gelang einer 18-jährigen Anhalterin die Flucht vor demselben Täter: Sie drückte ihm eine brennende Zigarette ins Gesicht, sprang aus dem fahrenden Auto und merkte sich das Kennzeichen. Über dieses Kennzeichen ermittelte die Polizei den damals 24 Jahre alten Unteroffizier. Nach kurzem Verhör legte er ein Geständnis ab.
Prozess
Das Landgericht Bremen verurteilte ihn am 26. April 1985 wegen der Morde an vier Frauen zu lebenslanger Haft in Verbindung mit einer Unterbringung in der forensischen Psychiatrie. Über eine spätere Entlassung liegen keine gesicherten Informationen vor.
Nachwirkungen
Der Fall erschütterte Bremen und die umliegenden Landkreise über Jahre, weil Trampen zu dieser Zeit unter jungen Frauen noch eine verbreitete und weitgehend unbedenklich wirkende Fortbewegungsart war. Das Teufelsmoor, sonst vor allem als Landschaft der Worpsweder Künstlerkolonie bekannt, blieb in der Region seither mit der Tatserie verbunden.