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Stuart Hazell

Central Parade im Londoner Stadtteil New Addington, in dem sich der Tatort befand
Stacey Harris, via Wikimedia Commons / Geograph · CC BY-SA 2.0
1
Opfer
inhaftiert
TotschlägerNew Addington , Großbritannien
Aktive Jahre
2012
Modus Operandi
Vergewaltigung

Acht Tage lang log er seiner eigenen Familie ins Gesicht und behauptete, die zwölfjährige Tia Sharp sei nur zum Einkaufen gefahren. In Wirklichkeit lag ihre Leiche die ganze Zeit über nur wenige Meter über ihren Köpfen, versteckt im Dachboden des gemeinsamen Hauses.

Werdegang

Stuart Hazell, geboren 1975, war der langjährige Lebensgefährte von Christine Bicknell, der Großmutter der zwölfjährigen Tia Sharp. Das Mädchen besuchte seine Großmutter und deren Partner regelmäßig in deren Haus im Londoner Stadtteil New Addington.

Die Tat

Am 2. August 2012 verschwand Tia Sharp aus dem Haus ihrer Großmutter. Stuart Hazell behauptete gegenüber der Familie, das Mädchen sei nach Croydon zum Einkaufen gefahren. Tatsächlich hatte er sie zuvor mutmaßlich sexuell missbraucht und getötet, ihre Leiche in eine schwarze Bettdecke und eine schwarze Mülltüte gewickelt und im Dachboden des Hauses versteckt. Auf sichergestellten Speicherkarten fanden Ermittler später sowohl heimliche Aufnahmen des lebenden Mädchens als auch Bilder ihrer Leiche.

Ermittlung und Festnahme

Die Polizei suchte das Haus im Verlauf der Vermisstensuche viermal auf, ohne den Leichnam im Dachboden zu entdecken. Erst am 10. August 2012, acht Tage nach dem Verschwinden, wurde Tia Sharps Leiche gefunden. Noch am selben Tag nahm die Polizei Stuart Hazell in Merton fest, zwei Tage später wurde er des Mordes angeklagt.

Prozess

Der Prozess am Old Bailey begann im Mai 2013. Nach fünf Verhandlungstagen änderte Stuart Hazell sein Plädoyer von “nicht schuldig” zu “schuldig”. Am 14. Mai 2013 verurteilte ihn das Gericht zu lebenslanger Haft mit einer Mindestverbüßungszeit von 38 Jahren.

Nachwirkungen

Ein forensischer Psychologe vermutete später als mögliches Tatmotiv, dass Tia Sharp sexuelle Annäherungen zurückgewiesen und gedroht habe, sich ihrer Mutter anzuvertrauen. Stuart Hazell sitzt bis heute in Haft und wird frühestens mit 75 Jahren bewährungsfähig.

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