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Steven Brian Pennell

genannt „Route-40-Killer"

Blick auf Wilmington, Delaware, von der Interstate 495
Famartin, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
4
Opfer
„Route-40-Killer"
hingerichtet
SerienmörderWilmington , USA
Aktive Jahre
1987–1988

Teppichfasern aus einem Lieferwagen verbanden Steven Brian Pennell mit zwei getöteten Frauen. Eine verdeckte Ermittlerin hatte die Probe während eines riskanten Einsatzes an der Route 40 gesichert. Die Entscheidung des Obersten Gerichts von Delaware dokumentiert zwei Mordschuldsprüche aus dem ersten Verfahren und spätere Schuldbekenntnisse zu zwei weiteren Tötungen.

Werdegang

Er arbeitete als verheirateter LKW-Fahrer und fiel äußerlich als unauffälliger Familienvater kaum auf.

Taten

Er suchte sich seine Opfer unter Prostituierten entlang der Route 40 und des Highway 13 aus, lockte sie in seinen blauen Lieferwagen und folterte sie dort stundenlang: Er fügte ihnen mit einer Zange und anderen Werkzeugen Schnitt- und Quetschverletzungen zu, vergewaltigte sie und erwürgte oder erschlug sie schließlich. Mindestens fünf Frauen dürften ihm zum Opfer gefallen sein. Zwei Mordschuldsprüche ergingen nach dem ersten Prozess, später bekannte er sich in zwei weiteren Fällen des Mordes ersten Grades schuldig, ohne die Taten ausdrücklich einzugestehen.

Ermittlung und Festnahme

Weil sich Prostituierte entlang der Route 40 zunehmend fürchteten, verzichteten immer mehr auf ihre übliche Arbeitsstrecke, was den Ermittlern die Suche erschwerte. Die Polizei setzte daraufhin weibliche Undercover-Beamtinnen ein, die sich als Prostituierte ausgaben. Eine von ihnen, Renee C. Lano, gelangte bei einem verdeckten Kontakt in sein Fahrzeug und sicherte dort unbemerkt Teppichfasern. Ein FBI-Labor glich diese Fasern mit Spuren am Körper eines Opfers ab und stellte eine Übereinstimmung fest. Er wurde am 29. November 1988 festgenommen.

Prozess und Hinrichtung

Er wurde zunächst wegen der Morde an Shirley Ellis und Catherine DiMauro schuldig gesprochen. Später akzeptierte das Gericht seine Erklärungen zu den Tötungen von Michelle Gordon und Kathleen Meyer als Schuldbekenntnisse. Am 14. März 1992 wurde das Todesurteil durch die Giftspritze vollstreckt.

Nachwirkungen

Der Fall gilt bis heute als Delawares einziger bekannter Serienmordfall der Neuzeit und veränderte nachhaltig, wie amerikanische Polizeibehörden verdeckte Ermittlerinnen zum Schutz von Sexarbeiterinnen einsetzen.