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Stefanija Mayer

genannt „Todesengel von Lainz"

Das Krankenhaus Lainz (heute Klinik Hietzing) in Wien, Tatort der Morde
Peter Gugerell, via Wikimedia Commons · Public Domain
4
Opfer
„Todesengel von Lainz"
frei
SerienmörderWien , Österreich
Aktive Jahre
1983–1989
Modus Operandi
VergiftungKomplizen

Zwischen 1983 und 1989 beteiligte sich die aus Jugoslawien stammende Pflegehelferin Stefanija Mayer an den Morden im Wiener Krankenhaus Lainz, das Gericht sah 1991 vier Fälle als erwiesen an. Als vermutete Mittäterin mit geringerer Tatbeteiligung als Waltraud Wagner und Irene Leidolf erhielt sie 1991 mit 20 Jahren Haft eine deutlich mildere Strafe als die beiden Anführerinnen der Gruppe.

Werdegang

Stefanija Mayer wurde 1940 geboren und war damit deutlich älter als ihre drei Kolleginnen. Sie arbeitete ebenfalls als Pflegehelferin auf Pavillon V des Krankenhauses Lainz, wo sie in den Kreis um Waltraud Wagner und Irene Leidolf hineingezogen wurde.

Die Taten

Wie ihre Kolleginnen tötete sie pflegebedürftige Patienten mit überdosierten Medikamenten, darunter Rohypnol, sowie mit der gruppenintern als „Mundpflege” bezeichneten Methode des erzwungenen Ertränkens durch Wassergaben. Die Gerichtsprotokolle stuften ihre Rolle im Vergleich zu den beiden Anführerinnen als deutlich weniger initiativ ein.

Ermittlung und Festnahme

Nachdem ein Arzt die Gruppe beiläufig über ihre Taten hatte sprechen hören und der Fall des Patienten Franz Kohout im April 1989 den unmittelbaren Ermittlungsanlass lieferte, wurde sie gemeinsam mit den drei anderen Frauen am 7. April 1989 festgenommen.

Prozess

Im Prozess 1991 wurde sie wegen Totschlags und versuchten Mordes zu 20 Jahren Haft verurteilt, eine im Vergleich zu den lebenslangen Strafen der beiden Anführerinnen deutlich mildere Strafe, die das Gericht mit ihrer geringeren nachgewiesenen Eigeninitiative begründete.

Nachwirkungen

Sie wurde bereits vor 2008 aus der Haft entlassen und nahm ebenso wie ihre drei früheren Kolleginnen einen neuen Namen an. Der Fall bleibt einer der einschneidendsten Pflegeskandale der österreichischen Nachkriegsgeschichte.

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