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Stanley Eric Hobday

Die High Street von West Bromwich in England, unweit des Tatorts, an dem Stanley Eric Hobday 1933 einen Mann erstach
Stephen McKay / Geograph Britain and Ireland / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0
1
Opfer
hingerichtet
TotschlägerWest Bromwich , Großbritannien
Aktive Jahre
1933
Modus Operandi
ErstechenEinbruch

Ein Einbrecher lässt sich mitten in der Tat Zeit: Er rasiert sich, näht sich mit Nadel und Faden einen fehlenden Knopf an und hinterlässt seine Fingerabdrücke gleich an mehreren Stellen. Wenige Stunden später ist er zum Mörder geworden, und seine Nachlässigkeit sollte ihn schon binnen weniger Tage das Leben kosten.

Werdegang

Stanley Eric Hobday wurde 1912 geboren und lebte als Kleinkrimineller, der sich mit Einbrüchen über Wasser hielt. In der Nacht des 27. August 1933 brach er zunächst in ein Metzgergeschäft in West Bromwich ein und hinterließ dort ungewöhnliche Spuren: Er wusch und rasierte sich am Tatort und reparierte einen fehlenden Knopf an seiner Kleidung mit Nadel und Faden.

Die Tat

Anschließend drang er in ein nahegelegenes Wohnhaus in der Moor Street ein. Die Bewohnerin Gladys Fox wachte durch das Geräusch zerbrechenden Glases auf und weckte ihren Mann Charles William Fox, 24. Als dieser nach dem Einbrecher sah, stach er ihn mit einem Bowiemesser mehrfach nieder, insgesamt sieben Mal. Charles William Fox starb wenige Momente später in den Armen seiner Frau.

Ermittlung und Festnahme

Der Täter hatte am Tatort einen Koffer zurückgelassen und Fingerabdrücke auf einer Milchflasche sowie auf der Anlasserkurbel eines gestohlenen Autos hinterlassen, mit dem er floh. Chief Inspector Fred Cherrill von Scotland Yard identifizierte ihn anhand dieser Spuren innerhalb kurzer Zeit. Am 28. August 1933 strahlte die BBC seine Personenbeschreibung aus, die erste Fahndung nach einem Verdächtigen im britischen Rundfunk überhaupt. Sein gestohlenes Auto verunglückte bei High Leigh in Cheshire, danach setzte er die Flucht zu Fuß in Richtung Carlisle fort. Ein Landarbeiter namens Watty Bowman erkannte ihn beim Viehtreiben anhand der Radiobeschreibung wieder, ein Polizeibeamter nahm ihn daraufhin widerstandslos fest.

Prozess und Hinrichtung

Vor den Stafford Assizes wurde er im November 1933 unter Richter Talbot verhandelt, die Geschworenen brauchten nur 45 Minuten für ihren Schuldspruch. Am 29. Dezember 1933 hängte ihn der Scharfrichter Thomas Pierrepoint im Winson-Green-Gefängnis in Birmingham. Der Fall gilt bis heute als früher Meilenstein sowohl der Fingerabdruckforensik als auch der Zusammenarbeit von Polizei und Massenmedien bei der Verbrecherjagd.

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