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Stanisław Modzelewski

genannt „Vampir von Gałkówek"

Das Gefängnis Mokotów in Warschau, in dem Stanisław Modzelewski hingerichtet wurde
Wistula, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
7
Opfer
„Vampir von Gałkówek"
hingerichtet
SerienmörderŁódź , Polen
Aktive Jahre
1952–1967

Stanisław Modzelewski wurde am 15. März 1929 im Dorf Szczepankowo bei Łomża geboren und starb am 13. November 1969 durch den Strang im Gefängnis Mokotów in Warschau. Als Lastwagenfahrer unauffällig im Alltag, erwürgte er über fünfzehn Jahre hinweg sieben Frauen im Umland von Łódź, darunter eine 87-jährige Greisin und ein 18 Jahre altes Mädchen. Der Volksmund nannte ihn nach seinem Wohnort „den Vampir von Gałkówek”.

Werdegang

Über seine Kindheit und Jugend ist wenig überliefert. Er arbeitete als Lastwagenfahrer und lebte zurückgezogen in Gałkówek, einem Dorf östlich von Łódź. Nach außen galt er als unauffälliger Familienvater, was seine Identifizierung als Täter über Jahrzehnte erschwerte.

Taten

Sein erstes bekanntes Opfer war die 67-jährige Józefa Pietrzykowska, die er im Juli 1952 in Gałkówek erwürgte. Es folgten Maria Kunka (32) im Dezember desselben Jahres in Modlica, Teresa Piekarska (21) im März 1953 in Starowa Góra, Irena Bernadetta Dunajska (24) im Januar 1955 sowie Helena Walos (18) und Helena Klata (24), beide 1956, jeweils wieder in Gałkówek. Nach einer langen Pause tötete er im September 1967 die 87-jährige Maria Gałecka in Warschau. Bei den meisten Taten würgte er seine Opfer mit bloßen Händen oder einem Schal, die Verbrechen trugen sexuelle und sadistische Züge. Anschließend raubte er seine Opfer aus, oft auch wertlose Gegenstände, die er später wegwarf.

Ermittlung und Festnahme

Die Ermittlungen zu den ersten Taten wurden bereits 1957 eingestellt, ohne dass ein Verdächtiger feststand. Erst der Mord an Maria Gałecka 1967 brachte die Wende: Ein früherer Nachbar geriet ins Visier der Polizei und wurde am 24. September 1967 im Dorf Patoki festgenommen. Im folgenden Verhör gestand er sämtliche sieben Morde sowie sechs weitere Tötungsversuche.

Prozess und Hinrichtung

Das Bezirksgericht Łódź verurteilte ihn am 5. Februar 1969 wegen sieben vollendeter und sechs versuchter Morde zum Tode. Im November desselben Jahres wurde das Urteil im Gefängnis Mokotów in Warschau vollstreckt. Der Fall zählt bis heute zu den größten Serienmordfällen im Nachkriegspolen und wurde später in polnischen Kriminaldokumentationen wiederholt aufgearbeitet.