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Sofja Komarowa

Panorama von Moskau, wo Sofja Komarowa und Vasili Komaroff ihre Opfer töteten
Anton Denisov / Mos.ru, via Wikimedia Commons · CC BY 4.0
SerienmörderMoskau , Russland
Aktive Jahre
1921–1923

Sofja Komarowa, in englischen Quellen meist Sophia Komaroff genannt, war die zweite Ehefrau des Serienmörders Vasili Komaroff. Sie lebte mit ihm in Moskau und wurde wegen ihrer Beteiligung an seiner Mordserie zum Tode verurteilt. Beide wurden am 18. Juni 1923 durch ein Erschießungskommando hingerichtet.

Beteiligung an der Mordserie

Vasili suchte als Pferdehändler Käufer aus, die Bargeld bei sich trugen, und lockte sie in die gemeinsame Wohnung oder den Stall. Dort erschlug oder erwürgte er die Männer und raubte ihr Geld. Die Leichen ließ er in der Moskwa, in Gruben oder an anderen Orten verschwinden.

Die Quellen schildern Sofjas Rolle nicht bei jedem Opfer gleich genau. Fest steht jedoch, dass die Behörden eine bloße Ahnungslosigkeit ausschlossen. Die Taten geschahen unmittelbar am gemeinsamen Wohnort, und Sofja half ihrem Mann. Spätere Darstellungen beschreiben sie als aktive Teilnehmerin. Deshalb wurde sie nicht nur wegen Verschweigens angeklagt, sondern als Komplizin der Morde verurteilt.

Prozess und Hinrichtung

Nach einer Kontrolle wegen illegalen Alkoholhandels fand die Polizei im März 1923 im Stall das jüngste Opfer. Vasili gestand 33 Morde und führte Ermittler zu weiteren Leichen. Das Gericht befand auch Sofja des Mordes schuldig und verhängte gegen beide die Todesstrafe.

Zu Sofjas Geburtsdatum und früherem Leben sind keine verlässlichen Angaben überliefert. Ihr Name erscheint je nach Umschrift als Sofja, Sophia oder Sofia sowie als Komarowa, Komarova oder Komaroff. Hier wird die deutsche Form Sofja Komarowa verwendet.