Mark Alan Smith
- Serienmörder — McHenry , USA
- Aktive Jahre
- 1969–1970
- Modus Operandi
- VergewaltigungErwürgenErstechenStumpfe GewaltErtränken
Vier Frauen wurden innerhalb von sechs Monaten in Arkansas und Illinois getötet. Nach dem letzten Mord gestand der ehemalige US-Soldat Mark Alan Smith diese Tat und drei weitere Tötungen. 1971 erhielt er in Illinois Strafen von insgesamt 500 Jahren und in Arkansas eine lebenslange Freiheitsstrafe. Seine spätere Behauptung, schon während seiner Stationierung in Westdeutschland Frauen getötet zu haben, führte dagegen zu keiner belegten Anklage oder Verurteilung.
Werdegang
Er wurde am 27. Juni 1949 in Chicago, Illinois, geboren. 1966 trat er während des Vietnamkriegs in die US-Armee ein und wurde nach Westdeutschland versetzt, wo er bis etwa 1969 stationiert war. 1967 stand er dort vor einem Militärgericht, weil er vier schwarze Kameraden angegriffen hatte. Nach eigenen, später widersprüchlichen Angaben will er während dieser drei Jahre in Deutschland zwischen zwei und acht Frauen getötet haben, eine genaue Stadt oder Kaserne ließ sich den verfügbaren Quellen nicht entnehmen. Da er nie in Deutschland vor Gericht stand, bleiben diese Taten unbewiesene Selbstbezichtigungen und sind in dieser Form nicht Teil der Verurteilung, die seinen weiteren Werdegang bestimmte.
Die Taten in den USA
Nach seiner Rückkehr in die USA arbeitete er als Hausmeister und Gelegenheitsarbeiter. Am 3. Dezember 1969 überfiel, vergewaltigte und erwürgte er die 32-jährige Obie Fay Ash in Mountain Home, Arkansas, anschließend stach er mehrfach auf die bereits Tote ein. Am 27. Januar 1970 verschleppte er die 27-jährige Jean Bianchi aus einem Waschsalon in McHenry, Illinois. Nach den Unterlagen des Bewährungsgremiums vergewaltigte und erstach er sie, kehrte später zurück und hielt ihren Kopf unter Wasser. Am 27. Februar 1970 tötete er im nahen Mount Prospect die 23-jährige Janice Bolyard, die er mit einer Strumpfhose erwürgte. Am 27. Mai 1970 schließlich tötete er die 17-jährige Schülerin Jean Ann Lingenfelter, mit der er zuvor selbst beim Abschlussball verabredet gewesen war, sie wurde vergewaltigt, geschlagen und erwürgt, ihre Leiche trieb später in einem See nahe McHenry.
Festnahme und Verurteilung
Der Zufallsfund von Jean Ann Lingenfelters Leiche brachte die Ermittlungen ins Rollen. Unter Verdacht geraten, brach er bei der Vernehmung zusammen und gestand die Tötung der Schülerin sowie dreier weiterer Frauen. 1971 verurteilte ihn ein Gericht in Illinois wegen dreier Morde zu insgesamt 500 Jahren Haft, ein Gericht in Arkansas verhängte für den Mord an Obie Fay Ash zusätzlich lebenslange Haft.
Nachwirkungen
1977 versuchte er erfolglos, aus dem Pontiac Correctional Center über den dortigen Heizungskeller zu fliehen, wofür ihm 18 weitere Haftjahre auferlegt wurden. Zum Zeitpunkt der Anhörung 2024 war er im Danville Correctional Center inhaftiert, nicht mehr im Pontiac Correctional Center. Das Bewährungsgremium lehnte eine Entlassung am 29. August 2024 einstimmig ab und setzte die nächste Prüfung für fünf Jahre später an. In der Anhörung erklärte Smith, dass nach einer Entlassung in Illinois noch die lebenslange Strafe in Arkansas zu vollstrecken wäre.