Sipho Thwala
- Aktive Jahre
- 1996–1997
- Modus Operandi
- ErwürgenVergewaltigung
Ein DNA-Abstrich aus einem früheren Verfahren führte Ermittler zu Sipho Mandla Agmatir Thwala. Zwischen 1996 und 1997 hatte er Frauen mit falschen Jobangeboten in Zuckerrohrfelder bei Phoenix gelockt. Der zeitgenössische Urteilsbericht des Mail & Guardian nennt 16 Mordschuldsprüche und ein Gesamtstrafmaß von 506 Jahren.
Werdegang
1994 wurde er wegen Vergewaltigung angeklagt, aber freigesprochen. Die damals entnommene DNA-Probe sollte ihm Jahre später zum Verhängnis werden. Über sein weiteres Leben vor der Mordserie ist wenig gesichert bekannt.
Taten
Er sprach arbeitslose Frauen an und bot ihnen Stellen als Hausangestellte in Hotels der Umgebung an. Auf dem Weg dorthin führte er sie tief in die Zuckerrohrfelder bei Mount Edgecombe nahe Phoenix, schlug sie nieder, fesselte sie mit ihrer eigenen Unterwäsche, vergewaltigte und erwürgte sie. Die damals übliche landwirtschaftliche Praxis, die Felder nach der Ernte abzubrennen, nutzte er gezielt aus, um Spuren zu vernichten.
Festnahme
Am 14. August 1997 wurde er festgenommen, nachdem ein DNA-Abgleich seine Probe aus dem Vergewaltigungsverfahren von 1994 mit Spuren an mehreren Tatorten verband. Ausschlaggebend war unter anderem eine nicht verbrannte Leiche, die verwertbare Beweise erhalten hatte.
Prozess
Am 31. März 1999 sprach ihn der Oberste Gerichtshof in Durban in 16 Fällen des Mordes sowie in zehn Fällen der Vergewaltigung schuldig und verurteilte ihn zu insgesamt 506 Jahren Haft.
Nachwirkungen
Er sitzt bis heute im C-Max-Gefängnis in Pretoria ein. Der Fall gilt als eines der schwersten Verbrechen der Nachapartheid-Ära in KwaZulu-Natal und führte zu einer verschärften öffentlichen Debatte über die Sicherheit arbeitsuchender Frauen in der Provinz.