Serge Fortin
- Aktive Jahre
- 1999
- Modus Operandi
- Erschießen
Serge Fortin, 1954 geboren und als Schlosser arbeitslos gemeldet, erschoss am 7. September 1999 im bretonischen Dorf Le Verger (Ille-et-Vilaine) vier seiner Nachbarn und verletzte eine fünfte Person schwer. Nach seiner Verurteilung nahm er sich 2003 in der Haft das Leben.
Werdegang
Er lebte in Le Verger, einer kleinen Gemeinde nahe Rennes, und stand offenbar seit Jahren in einem eskalierenden Konflikt mit mehreren Nachbarsfamilien. Genaue Einzelheiten über den Ursprung des Streits sind kaum dokumentiert, in Presseberichten war lediglich von einem langjährigen „Dorfkonflikt” die Rede.
Die Tat
Am Morgen des 7. September 1999 suchte er zwei benachbarte Häuser auf und erschoss dort mit einer Schusswaffe vier Menschen: das ältere Ehepaar Henri Bohuon (78) und Denise Bohuon (72) sowie die beiden Frauen Marie Lepage (73) und Marie-Claire Berthelot (52). Eine fünfte Person überlebte die Attacke verletzt.
Festnahme und Prozess
Noch am Tag der Tat umstellte die Anti-Terror-Polizei sein Haus, er wurde festgenommen. Im Oktober 2001 verurteilte ihn ein Gericht zunächst zu lebenslanger Haft, das Urteil wurde später auf 30 Jahre reduziert.
Suizid in der Haft
Am 4. Oktober 2003 erhängte sich Serge Fortin in seiner Zelle im Gefängnis von Rennes. Die Tat von Le Verger gilt bis heute als eines der schwersten Gewaltverbrechen im ländlichen Raum der Bretagne der jüngeren Vergangenheit.