Roger Million
- Aktive Jahre
- 1937
- Modus Operandi
- ErschießenBetrugKomplizen
Roger Million war ein französischer Krimineller und Komplize von Eugen Weidmann. Ein Schwurgericht in Versailles sprach ihn 1939 in zwei Mordfällen schuldig und verurteilte ihn zum Tode. Staatspräsident Albert Lebrun wandelte die Strafe kurz vor der geplanten Hinrichtung in lebenslange Haft um.
Bekanntschaft und Verbrechen
Roger lernte Eugen während einer Haftzeit in Deutschland kennen. Nach ihrer Entlassung planten sie mit weiteren Beteiligten, wohlhabende Besucher der Pariser Weltausstellung zu entführen und auszurauben. Als Stützpunkt diente eine Villa in La Celle-Saint-Cloud.
Bei der amerikanischen Tänzerin Jean de Koven half Roger bei der Verwertung erbeuteter Reiseschecks. Im Oktober arrangierte er gemeinsam mit Eugen ein Treffen mit dem Theaterproduzenten Roger Leblond unter dem Vorwand einer Investition. Der Mann wurde erschossen und beraubt. Die Geschworenen rechneten Roger zwei der sechs verhandelten Mordfälle zu.
Prozess und Begnadigung
Im März 1939 standen Roger, Eugen, Jean Blanc und Colette Tricot in Versailles vor Gericht. Zeitgenössische Presseberichte meldeten Schuldsprüche wegen zweier Morde gegen Roger. Am 16. Juni 1939 begnadigte der französische Präsident ihn zu lebenslanger Haft, bestätigte aber das Todesurteil gegen Eugen.
Ungeklärtes späteres Leben
Die Quellen dokumentieren weder ein gesichertes Entlassungsdatum noch das Todesdatum. Da Roger bereits in den 1930er-Jahren erwachsen war, wird er nach der 110-Jahre-Regel als verstorben geführt.