Robin Gecht
- Serienmörder — Chicago , USA
- Aktive Jahre
- 1981–1982
Der mutmaßliche Kopf der Ripper Crew wurde nie wegen Mordes verurteilt. Robin Gecht erhielt 120 Jahre Haft für den Angriff auf eine Überlebende, während Aussagen seiner Mitangeklagten ihn mit weiteren Taten verbanden. Eine Entscheidung des Supreme Court of Illinois dokumentiert diese Trennung. Zur Gruppe gehörten Andrew Kokoraleis, Thomas Kokoraleis und Edward Spreitzer.
Werdegang
Er betrieb eine kleine Bauwerkstatt und hatte zuvor als Vorarbeiter für die berüchtigte Baufirma von John Wayne Gacy gearbeitet. Die drei jüngeren Männer, die später zu seinen Komplizen wurden, waren bei ihm beschäftigt und gerieten zunehmend unter seinen Einfluss.
Taten
Zwischen Mai 1981 und Oktober 1982 überfiel die Gruppe wiederholt Frauen in Chicago, band sie in angemieteten Motelzimmern fest und folterte sie. Nach Aussagen von Thomas Kokoraleis wurden die Opfer in ein Zimmer gebracht, das er selbst als „satanische Kapelle” bezeichnete. Ein wiederkehrendes Element der Taten war die Amputation einer Brust mit einer Drahtschlinge, die laut Geständnissen anschließend rituell verwendet wurde. Zu den bestätigten Opfern zählen:
- Linda Sutton (28), entführt am 23. Mai 1981
- Lorraine Borowski, entführt im Mai 1982
- Shui Mak, entführt im Mai 1982
- Sandra Delaware, getötet im August 1982
- Rose Davis, getötet im September 1982
Mindestens zwei Frauen, Angel York und Beverly Washington, überlebten die Angriffe der Gruppe schwer verletzt.
Ermittlung und Festnahme
Die Polizei nahm ihn am 20. Oktober 1982 fest, nachdem sein Lieferwagen mit dem Überfall auf die überlebende Beverly Washington in Verbindung gebracht werden konnte. Kurz darauf wurden auch die übrigen drei Mitglieder der Gruppe verhaftet. Thomas Kokoraleis legte nach dem Verhör ein umfassendes Geständnis ab, das die rituellen Elemente der Taten erstmals öffentlich machte.
Prozess
Er selbst wurde mangels ausreichender Beweise nie wegen Mordes angeklagt, jedoch 1983 wegen der Verbrechen gegen Beverly Washington zu 120 Jahren Haft verurteilt. Er beteuert bis heute seine Unschuld.
Nachwirkungen
Robin Gecht sitzt weiterhin im Danville Correctional Center ein, eine Bewährungsprüfung ist frühestens für das Jahr 2042 vorgesehen, wenn er 88 Jahre alt wäre. Der Fall gilt als einer der bizarrsten der amerikanischen Kriminalgeschichte, nicht zuletzt wegen der nie vollständig aufgeklärten Rolle angeblicher satanistischer Rituale.