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Robert Healey

Wohnhäuser in Hazel Grove bei Stockport, wo Robert Healey mit seiner Familie lebte
Christine Johnstone, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0

Sechs Wochen lang blieb die Polizei ohne Spur, dann stellte sich der Täter selbst. Im Juli 1986 tötete Robert Healey in seinem Zuhause bei Stockport seine Ehefrau und seine dreizehnjährige Stieftochter, vergrub ihre Leichen in einem flachen Grab im walisischen Clwyd und tauchte unter, bevor er sich am 16. August 1986 freiwillig den Behörden stellte.

Werdegang

Robert William Healey wurde 1949 geboren und arbeitete als Fahrlehrer in Hazel Grove, einem Vorort von Stockport in Greater Manchester. Mit seiner Frau Greeba, damals 40 Jahre alt, und ihrer gemeinsamen Tochter Marie Walker, 13 Jahre alt, führte er nach außen ein unauffälliges Familienleben. Über die genauen Umstände, die im Juli 1986 zur Tat führten, ist wenig gesichert überliefert, die Aktenlage zu dem Fall ist bis heute dünn.

Die Tat

Im Juli 1986 erschlug Robert Healey seine Frau mit mindestens fünfzehn Schlägen eines Nudelholzes gegen den Kopf. Seine Stieftochter erwürgte er, indem er ihr die Kehle zudrückte. Ermittler stellten später fest, dass er an beiden Opfern kurz vor ihrem Tod sexuelle Handlungen vorgenommen hatte. Anschließend vergrub er beide Leichen in einem flachen Grab in der walisischen Grafschaft Clwyd, weit entfernt vom eigentlichen Tatort.

Festnahme und Prozess

Erst am 16. August 1986, mehr als sechs Wochen nach der Tat, stellte er sich der Polizei. Am 30. März 1987 sprach ihn das Liverpool Crown Court des Mordes an beiden Opfern schuldig und verurteilte ihn zu lebenslanger Haft. 1997 legte die Justiz eine Mindesthaftzeit von zwanzig Jahren fest, eine erste Bewährungsprüfung war für September 2006 vorgesehen.

Nachwirkungen

Über den weiteren Verlauf von Robert Healeys Haft ist öffentlich kaum etwas bekannt, eine Freilassung ist nicht dokumentiert. Anders als viele britische Mordfälle jener Zeit blieb der Fall nie Gegenstand ausführlicher medialer Aufarbeitung und ist heute weitgehend nur noch in kriminalistischen Archiven verzeichnet.