← Zum Verzeichnis

Robert George Clements

genannt „Der Blaubart von Belfast"

Die Strandpromenade von Southport, wo Robert George Clements 1947 starb
Wikimedia Commons / Raymond Knapman · CC BY-SA 2.0
1
Opfer
„Der Blaubart von Belfast"
Suizid
SerienmörderSouthport , Großbritannien
Aktive Jahre
1920–1947

Kurz vor der Beerdigung von Amy Victoria Clements stoppte der Coroner die Vorbereitungen und ordnete eine Obduktion an. Noch bevor die Untersuchung abgeschlossen war, wurde ihr Ehemann, der Arzt Robert George Clements, mit einer Morphinvergiftung gefunden. Der Tod seiner Frau und die drei früheren Todesfälle in seinen Ehen konnten deshalb nie in einem Strafprozess geklärt werden.

Arzt und vierfacher Witwer

Robert George Clements wurde 1880 in Irland geboren, studierte Medizin und arbeitete später als angesehener Arzt in Belfast und England. Seine ersten drei Ehefrauen starben zwischen 1920 und 1939. Da er als behandelnder Arzt an den Todesfeststellungen beteiligt war und die dritte Ehefrau bereits eingeäschert worden war, ließen sich die älteren Fälle später kaum noch überprüfen.

Tod von Amy Victoria Clements

Seine vierte Ehefrau Amy Victoria starb am 27. Mai 1947 in Southport. Zunächst wurde eine natürliche Todesursache angenommen. Der Coroner ließ die Beisetzung jedoch stoppen und ordnete eine weitergehende Untersuchung an. Dabei wurde eine tödliche Morphinmenge festgestellt.

Als die Polizei den Arzt über die Untersuchung informierte, nahm er selbst eine Überdosis Morphin. Er starb am 30. Mai 1947, bevor er zu dem Verdacht vernommen oder angeklagt werden konnte. Die Polizei prüfte anschließend auch die Todesfälle seiner ersten drei Ehefrauen.

Juristische Einordnung

Medizin- und kriminalhistorische Darstellungen rechnen ihm den Tod seiner vierten Ehefrau zu; für die ersten drei Frauen blieb es bei einem nachträglichen Verdacht. Weil Robert George Clements vor einem Verfahren starb, existiert jedoch kein Strafurteil. Die Statistik führt deshalb den behördlich zugeordneten Tod von Amy Victoria Barnett, nicht aber die drei unbewiesenen Verdachtsfälle.

Mehr zum Fall

Werbung · Affiliate-Links