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Reiner Sturm

genannt „Bestie von Wuppertal"

Panoramablick über Wuppertal
Wikimedia Commons / Alexander Ostrovsky · CC BY-SA 3.0
3
Opfer
„Bestie von Wuppertal"
verstorben
SerienmörderWuppertal , Deutschland
Aktive Jahre
1977

Am Tatort seiner ersten beiden Morde hinterließ Reiner Sturm eine Forderung: Ein inhaftierter Bekannter sollte freikommen. Sechs Tage später tötete er einen dritten Menschen – und ließ sich anschließend von einem Privatdetektiv zur Polizei bringen. Das Wuppertaler Schwurgericht verurteilte ihn 1978 wegen dreifachen Mordes zu lebenslanger Haft.

Drei Morde in sieben Tagen

Sturm war wegen eines Banküberfalls vorbestraft. Im Gefängnis hatte er Heinz Otto Bartel kennengelernt, dessen Freilassung er später in seiner am Tatort zurückgelassenen Botschaft verlangte.

Am 19. Juli 1977 tötete Sturm in Wuppertal zunächst seine 26-jährige frühere Freundin und rund zwei Stunden später eine 23-jährige Bekannte. Er floh nach Frankfurt am Main und kam dort bei einem 28-jährigen Bankkaufmann unter. Nachdem Sturm sich durch einen Fahndungsaufruf im Fernsehen erkannt glaubte, erstach er am 25. Juli auch seinen Gastgeber.

Festnahme und Urteil

Am Tag nach dem dritten Mord rief Sturm einen Privatdetektiv an und gab sich als der getötete Bankkaufmann aus. Er wollte zu einer Polizeiwache gebracht werden. Der Detektiv erkannte den Gesuchten während der Fahrt; Sturm räumte dort seine Identität und die dritte Tötung ein.

Am 23. November 1978 verurteilte das Wuppertaler Schwurgericht ihn wegen dreifachen Mordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe. Obwohl ein Gutachten eine schwere seelische Abartigkeit feststellte, hielt das Gericht ihn für voll schuldfähig.

Haft und Tod

In der Haft verletzte Sturm zwei Mitgefangene lebensgefährlich und wurde in den Hochsicherheitstrakt der Justizvollzugsanstalt Köln verlegt. Dort führte der Kriminalist Stephan Harbort 1997 ein siebenstündiges Gespräch mit ihm und veröffentlichte Auszüge später unter einem Pseudonym. Sturm starb am 27. August 2003 in Haft.

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