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Reginald Ivor Hinks

Der Ortseingang von Englishcombe bei Bath, unweit der Straße, an der Reginald Ivor Hinks im Dezember 1933 seinen Schwiegervater tötete
Derek Harper / Geograph Britain and Ireland / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0
1
Opfer
hingerichtet
TotschlägerBath , Großbritannien
Aktive Jahre
1933
Modus Operandi
ErstickenStumpfe Gewalt

Ein Feuerwehrmann eilt zu einem Haus namens „Wallasey” am Rand von Bath, gerufen von einem Mann, der seinen Schwiegervater angeblich tot im Gasofen gefunden hat. Die Geschichte klingt nach einem tragischen Suizid, bis die Obduktion Blutergüsse freilegt, die schon vor dem angeblichen Todeskampf entstanden sein müssen. Reginald Ivor Hinks hatte sich verraten.

Werdegang

Reginald Ivor Hinks wurde um 1901 geboren und arbeitete als Elektroingenieur, als er die geschiedene Constance Anne Pullen kennenlernte, die mit ihrem Kind bei ihrem Vater, dem 85 Jahre alten James Pullen, in Bath lebte. Er heiratete Constance rasch und zog mit ihr in das Haus ihres Vaters an der Englishcombe Lane, das den Namen „Wallasey” trug. Ermittler gingen später davon aus, dass es ihm dabei vor allem um den Zugriff auf das Haus und das Vermögen seines Schwiegervaters ging.

Die Tat

Am 1. Dezember 1933 tötete er James Pullen, indem er dessen Kopf in den Gasofen des Hauses hielt und ihn ersticken ließ. Anschließend inszenierte er den Tod als Suizid und alarmierte selbst die Feuerwehr, der er erzählte, er habe seinen Schwiegervater bereits leblos aufgefunden. Die Autopsie widerlegte diese Version: Die Ärzte stellten Blutergüsse fest, die entstanden waren, bevor der alte Mann in den Ofen gelegt wurde, ein klares Zeichen dafür, dass er zuvor überwältigt worden war.

Ermittlung und Prozess

Schon am folgenden Tag nahm die Polizei ihn fest. Vor einem Geschworenengericht am Old Bailey in London wurde er im März 1934 des Mordes für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Die Anklage stützte sich maßgeblich auf die Widersprüche zwischen seiner Version und den Autopsiebefunden sowie auf sein finanzielles Interesse am Haus seines Schwiegervaters.

Hinrichtung

Reginald Ivor Hinks wurde am 3. Mai 1934 in Bristol durch Erhängen hingerichtet, kaum zweiunddreißig Jahre alt. Der Fall gilt bis heute als Lehrbuchbeispiel dafür, wie forensische Spuren einen sorgfältig inszenierten Tatort entlarven können.