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Phillip Heggarty

Die Clare Road im Cardiffer Stadtteil Grangetown, wo Phillip Heggarty wohnte und die Tat beging
Sionk, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
1
Opfer
inhaftiert
TotschlägerCardiff , Großbritannien
Aktive Jahre
2003

Zwei Männer, ein Abend in walisischen Pubs, dann eine Fahrt zurück in eine Wohnung in Cardiff, aus der nur einer lebend herauskam: Phillip Heggarty erschlug im April 2003 seinen langjährigen Freund und Trinkkumpan wegen einer vierstelligen Summe in bar und Drogen, die dieser bei sich trug.

Werdegang

Phillip Heggarty wurde 1956 geboren und lebte in einer Wohnung in der Clare Road im Stadtteil Grangetown in Cardiff, Wales. Mit dem ehemaligen Koch Derek Bennett verband ihn eine langjährige Freundschaft, die beiden galten als enge Trinkkumpane.

Die Tat

Am Abend des 12. April 2003 zogen die beiden Männer gemeinsam durch Pubs in Swansea, besuchten anschließend eine Party und fuhren danach zu Phillip Heggartys Wohnung nach Grangetown. Dort trug Derek Bennett etwa 3.000 Pfund in bar sowie Drogen im Wert von weiteren rund 10.000 Pfund bei sich. Als Derek Bennett auf dem Sofa einschlief, schlug Phillip Heggarty mit einem hammerähnlichen Gegenstand auf ihn ein und zertrümmerte seinen Schädel an mehr als zwanzig Stellen. Anschließend wickelte er die Leiche in einen Teppich aus seinem eigenen Wohnzimmer, lud sie in dessen Renault Laguna und fuhr den Wagen zu einem Parkplatz des Earl Haig British Legion Club im Cardiffer Stadtteil Whitchurch. Dort zündete er sowohl das Fahrzeug als auch die Leiche an.

Ermittlung und Festnahme

Feuerwehrleute entdeckten die ausgebrannten Überreste zwei Tage später, die Identifizierung gelang nur über Zahnunterlagen. Ermittler fanden Blut des Opfers sowohl in Phillip Heggartys Wohnung als auch an dessen Kleidung, zudem sicherten sie seine Fingerabdrücke in Blutspuren an einer Kellerwand.

Prozess

Ein Gericht am Swansea Crown Court verurteilte ihn am 23. Juli 2004 wegen Mordes. Der zuständige Richter, Mr Justice Roderick Evans, bezeichnete ihn als gefährlichen Mann und hielt die eigentlich vorgesehene Mindeststrafe von dreißig Jahren für unzureichend. Er erhielt lebenslange Haft ohne jede Aussicht auf Entlassung und zählt damit zu den rund fünfzig Gefangenen in England und Wales, die eine solche „Whole Life”-Strafe verbüßen. Ein Berufungsantrag auf Herabsetzung der Strafe scheiterte im Oktober 2014.

Nachwirkungen

Phillip Heggarty sitzt weiterhin ohne Aussicht auf Freilassung in Haft. Der Fall gilt in Wales bis heute als Beispiel dafür, wie schnell aus einer jahrelangen Freundschaft durch Habgier tödliche Gewalt werden kann.