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Peter Sutcliffe

genannt „Yorkshire Ripper"

Die Innenstadt von Leeds, wo Peter Sutcliffe die meisten seiner Opfer fand
PookieFugglestein, via Wikimedia Commons · CC0 1.0
13
Opfer
„Yorkshire Ripper"
verstorben
SerienmörderLeeds , Großbritannien
Aktive Jahre
1975–1980
Modus Operandi
Stumpfe GewaltErstechen

Peter Sutcliffe wurde neunmal von der Polizei befragt, bevor eine Kontrolle wegen falscher Autokennzeichen seine Mordserie beendete. 1981 verurteilte ihn ein Gericht wegen dreizehn Morden. Der vom britischen Innenminister beauftragte Byford-Bericht wertete anschließend die Ermittlungsakten aus und dokumentierte, wie Fehlentscheidungen die Fahndung über Jahre in die falsche Richtung lenkten.

Werdegang

Nach verschiedenen Gelegenheitsjobs, darunter zweimal als Friedhofsarbeiter, ließ er sich 1975 zum Lastwagenfahrer ausbilden und arbeitete ab Oktober 1976 für eine Spedition in Bradford, was ihm große Mobilität über die gesamte Region verschaffte. 1974 heiratete er Sonia Szurma, die er 1967 kennengelernt hatte und die selbst an paranoider Schizophrenie litt. Die Ehe war von Spannungen geprägt und wurde 1994 geschieden.

Taten

Er näherte sich seinen Opfern meist von hinten und schlug mit einem Hammer auf den Kopf ein, bevor er mit Messer oder Schraubenzieher weitere Verletzungen zufügte und die Leichen teils verstümmelte.

  1. Wilma McCann (28), 30. Oktober 1975, Leeds
  2. Emily Jackson (42), 20. Januar 1976, Leeds
  3. Irene Richardson (28), 5. Februar 1977, Leeds
  4. Patricia Atkinson (32), 23. April 1977, Bradford
  5. Jayne MacDonald (16), 25. Juni 1977, Leeds
  6. Jean Jordan (20), 1. Oktober 1977, Manchester
  7. Yvonne Pearson (21), 21. Januar 1978, Bradford
  8. Helen Rytka (18), 31. Januar 1978, Huddersfield
  9. Vera Millward (40), 16. Mai 1978, Manchester
  10. Josephine Whitaker (19), 4. April 1979, Halifax
  11. Barbara Leach (20), 1. September 1979, Bradford
  12. Marguerite Walls (47), 20. August 1980, Pudsey
  13. Jacqueline Hill (20), 17. November 1980, Leeds

Ermittlung

Die jahrelange Fahndung wurde durch eine 1979 eingesandte Tonbandkassette eines angeblichen Täters mit Wearside-Akzent erheblich in die Irre geführt, die Ermittler konzentrierten sich in der Folge auf die falsche Region um Sunderland. Erst 2005 stellte sich heraus, dass der Absender, John Samuel Humble, mit den Morden nichts zu tun hatte. Die Polizei befragte ihn selbst neun Mal, ohne ihn als Täter zu erkennen, obwohl ein Bekannter ihn bereits im November 1980 der Polizei gemeldet hatte.

Festnahme

Am 2. Januar 1981 wurde er in Sheffield wegen falscher Kennzeichen kontrolliert. Bei der Durchsuchung fand die Polizei eine versteckte Waffe, woraufhin er gestand.

Prozess

Vor Gericht berief er sich auf verminderte Schuldfähigkeit wegen paranoider Schizophrenie, was vier Psychiater bestätigten. Der Richter ließ dies jedoch nicht zu, die Geschworenen erklärten ihn im Mai 1981 in allen 13 Fällen für schuldig. Er erhielt 20 lebenslange Haftstrafen, 2010 wurde eine Whole-Life-Order verhängt, die jede Aussicht auf Entlassung ausschloss.

Spätere Jahre

Trotz der Verurteilung als zurechnungsfähig verlegte man ihn 1984 wegen paranoider Schizophrenie ins Broadmoor Hospital. Er wurde mehrfach von Mitinsassen angegriffen, am 10. März 1997 stach ihm der Mitpatient Ian Kay mit einem Kugelschreiber in beide Augen, wodurch er auf dem linken Auge vollständig erblindete. 1996 rettete ihm der dort ebenfalls untergebrachte Kenneth Erskine das Leben, als ein anderer Mitpatient versuchte, ihn mit einem Kopfhörerkabel zu erdrosseln. 2016 stufte ihn ein medizinisches Gremium als nicht mehr psychisch krank ein, woraufhin er in ein regulläres Gefängnis zurückverlegt wurde.

Tod

Er starb am 13. November 2020 im Alter von 74 Jahren an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. Sein Beiname als „Yorkshire Ripper” prägte spätere Fälle wie den des Anthony Arkwright, der Ermittlern zufolge selbst eine Bewunderung für ihn hegte.

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