Peter Chester
- Aktive Jahre
- 1977
- Modus Operandi
- ErwürgenVergewaltigung
Eine Mutter fand ihre siebenjährige Tochter unter der Bettdecke, das Lieblingskuscheltier des Kindes sorgfältig danebengelegt, als wäre nichts geschehen. Doch das Mädchen war tot, erwürgt und zuvor sexuell missbraucht von einem Mann, dem die Familie voll vertraut hatte: seinem eigenen Onkel.
Die Tat
Peter Chester, geboren 1955 in Blackpool, verging sich im Oktober 1977 in der Wohnung seiner Schwester June Gillbanks in der Mickleden Road im Stadtteil South Shore an deren siebenjähriger Tochter Donna-Marie Gillbanks. Er vergewaltigte das Kind und erwürgte es anschließend. Bevor er die Wohnung verließ, deckte er die Leiche mit der Bettdecke zu und legte ihr Kuscheltier daneben, als wolle er den Anschein eines schlafenden Kindes erwecken. Seine Schwester fand ihre tote Tochter kurz darauf im Bett.
Prozess und Verurteilung
Im März 1978 stand Peter Chester vor dem Chester Crown Court. Er bestritt die Tat, doch die Geschworenen sprachen ihn einstimmig schuldig. Das Gericht verurteilte ihn zu lebenslanger Freiheitsstrafe mit einer Mindestverbüßungszeit von 20 Jahren.
Nachwirkungen
Diese Mindestfrist ist seit Jahren überschritten, ohne dass eine Freilassung in Sicht wäre. Peter Chester sitzt inzwischen seit über drei Jahrzehnten im Wakefield-Gefängnis ein, sieben Anträge auf Bewährung wurden bislang abgelehnt. Die zuständige Bewährungsbehörde stufte das von ihm ausgehende Risiko wiederholt als zu hoch für eine Entlassung ein. 2009 scheiterte er zudem mit einer Klage, die Gefangenen wie ihm ein Wahlrecht bei britischen Parlamentswahlen einräumen sollte, ein Vorstoß, der bundesweit für Aufsehen sorgte, ihm selbst aber keine Erleichterung seiner Haftbedingungen brachte.