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Pascal Payet

genannt „König der Ausbrecher"

Pascal Payet im Jahr 2019 nach seiner Entlassung
Terry Nguyen PR, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
1
Opfer
„König der Ausbrecher"
inhaftiert
TotschlägerSalon-de-Provence , Frankreich
Aktive Jahre
1997
Modus Operandi
ErschießenKomplizen

Pascal Payet wurde am 7. Juli 1963 in Montpellier geboren. Bei einem bewaffneten Überfall auf einen Geldtransporter 1997 erschoss er einen Wachmann und wurde dafür zu 30 Jahren Haft verurteilt. Bekannt wurde er in Frankreich vor allem unter dem Beinamen „König der Ausbrecher“, weil er in den folgenden Jahren mehrfach selbst per Hubschrauber aus der Haft floh und auch anderen Häftlingen zur Flucht verhalf.

Werdegang

Seine Kindheit verbrachte er in Lyon, bevor er sich später in Marseille niederließ und in kriminellen Kreisen der südfranzösischen Unterwelt verkehrte.

Die Tat

Am 20. November 1997 überfiel er zusammen mit Komplizen bei Salon-de-Provence einen gepanzerten Geldtransporter der Banque de France. Bei dem Überfall erschoss er einen Wachmann. Im Januar 1999 wurde er gemeinsam mit seinem Komplizen Éric Alboreo in Paris festgenommen. Im Januar 2005 verurteilte ihn ein Gericht zu 30 Jahren Haft, das Urteil wurde 2006 in der Berufung bestätigt.

Die Ausbrüche

Am 12. Oktober 2001 entkam er zusammen mit einem weiteren Häftling aus dem Gefängnis von Luynes bei Aix-en-Provence, ein von Komplizen entführter Hubschrauber landete direkt im Gefängnishof. Sein Fluchtpartner wurde bereits sechs Tage später wieder gefasst, er selbst blieb länger auf freiem Fuß. 2003 organisierte er auf dieselbe Weise die Flucht dreier weiterer Häftlinge aus Luynes, darunter erneut Éric Alboreo, alle drei wurden nach drei Wochen erneut festgenommen. Am 14. Juli 2007 floh er selbst ein weiteres Mal per entführtem Hubschrauber, diesmal aus dem Gefängnis von Grasse, und wurde erst im September desselben Jahres in einem Vorort von Barcelona gefasst und nach Frankreich überstellt.

Weitere Verurteilungen und Haft

Für die Organisation der Fluchten und bewaffnete Überfälle während seiner Zeit auf freiem Fuß kamen in den Folgejahren weitere Haftstrafen hinzu, unter anderem 2008 fünfzehn Jahre für bewaffnete Überfälle und Angriffe auf Polizisten und 2011 fünf zusätzliche Jahre für den Ausbruch von 2007. Nach mehr als zwei Jahrzehnten Haft, unterbrochen von seinen Fluchten, wurde er 2019 auf Bewährung entlassen. Im September 2020 wurde er erneut festgenommen, diesmal wegen des Verdachts der versuchten Erpressung in einer Gruppe. Im Mai 2023 verurteilte ihn das Pariser Gericht dafür zu weiteren fünf Jahren Haft, seine Verteidigung kündigte Berufung an. Der Ausgang dieses Verfahrens war zuletzt nicht mehr öffentlich nachvollziehbar. Nach dem letzten verlässlichen Stand befand er sich weiterhin in Haft.