Oswald Sibrol
- Aktive Jahre
- 1983–1984
- Modus Operandi
- ErstechenStumpfe Gewalt
Eine am Tatort zurückgelassene Geldbörse mit Ausweis soll 1984 zu Oswald Sibrol geführt haben. Eine frei zugängliche Täterdatenbank verbindet ihn mit mehreren Überfällen auf ältere Frauen in Wien und zwei Tötungen innerhalb weniger Monate. Gerichts-, Behörden-, Archiv- oder etablierte Medienquellen, die diese detailreiche Darstellung unabhängig bestätigen, waren trotz gezielter Suche nicht auffindbar.
Die Taten
Bereits vor seinen Morden fiel er durch mehrere Überfälle auf ältere Damen in Wien auf, bei denen er die Frauen schlug und beraubte. Am 31. Dezember 1983 tötete er eine ältere Frau. Am 18. April 1984 folgte ein zweiter Mord: Er erstach die 80 Jahre alte Franziska Spengler mit einer Schere.
Ermittlung und Festnahme
Die wiederholten Überfälle auf ältere Frauen hatten die Wiener Polizei bereits vor ihrem Tod aufmerksam gemacht. Am Tatort ihres Mordes fanden Ermittler eine entscheidende Spur: eine am Boden liegende Geldbörse mit seinem Ausweis. Kurz darauf wurde er bei einem weiteren Überfall festgenommen.
Prozess und Urteil
In Polizeigewahrsam gestand er beide Morde. Vor Gericht gab er eine ungewöhnliche Erklärung für seine Taten ab: Sein verstorbener Großvater habe ihn in Stimmen aufgefordert, alte Frauen „zu ihm zu schicken”. Das Gericht folgte dieser Darstellung nicht und verurteilte ihn am 14. Juni 1985 zu 20 Jahren Freiheitsstrafe.
Nachwirkungen
Über Oswald Sibrols weiteren Werdegang nach dem Urteil liegen keine verlässlichen Angaben vor. Ob er die Haftstrafe vollständig verbüßte, vorzeitig entlassen wurde oder noch lebt, ist öffentlich nicht dokumentiert, der Fall selbst blieb außerhalb weniger Kurzeinträge zu historischen Wiener Kriminalfällen kaum aufgearbeitet.