Omar Hussain
- Aktive Jahre
- 2006
- Modus Operandi
- ErwürgenVergewaltigungKomplizen
Omar Hussain tötete am 24. Januar 2006 gemeinsam mit Mohammed Saleh Ali und Mohamad Marid Hama die 20 Jahre alte Banaz Mahmod. Den Auftrag hatten ihr Vater Mahmod Mahmod und ihr Onkel Ari Mahmod erteilt. 2010 erhielt Omar lebenslange Haft mit mindestens 21 Jahren Verbüßungsdauer.
Hintergrund und Tat
Banaz war nach einer Zwangsheirat vor ihrem gewalttätigen Ehemann geflohen und hatte eine neue Beziehung begonnen. Teile der Familie werteten ihre Selbstbestimmung als Schande. Omar gehörte zu den drei Männern, die das Opfer im Elternhaus in Mitcham überwältigten. Nach den Feststellungen der Justiz folterten und vergewaltigten die Täter Banaz und erwürgten sie. Danach brachten sie die Leiche nach Birmingham und vergruben sie in einem Garten.
Flucht und Prozess
Nach der Tat floh Omar in den Irak. Die britische Polizei verfolgte Telefon-, Fahrzeug- und Reisedaten und stützte sich auf heimliche Aufnahmen eines Mittäters. Omar und Mohammed wurden schließlich nach Großbritannien ausgeliefert. Ein Gericht befand beide im November 2010 des Mordes schuldig. Omar wurde zusätzlich wegen Verschwörung zur Entführung, Morddrohungen und Behinderung der Justiz verurteilt.
Bedeutung
Die Strafverfolgung über Staatsgrenzen hinweg war ein zentraler Teil der Aufarbeitung. Der Mord führte außerdem zu einer breiten Debatte über Zwangsheirat, sogenannte Ehrengewalt und den unzureichenden Schutz gefährdeter Frauen.