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Moses Sithole

genannt „ABC-Killer"

Die Skyline von Johannesburg, in dessen Umland Moses Sithole seine Opfer fand
Evan Bench, via Wikimedia Commons · CC BY 2.0
38
Opfer
„ABC-Killer"
inhaftiert
SerienmörderJohannesburg , Südafrika
Aktive Jahre
1994–1995
Modus Operandi
ErwürgenVergewaltigung

Falsche Vorstellungsgespräche führten arbeitsuchende Frauen in abgelegene Felder zwischen Pretoria und Johannesburg. Dort tötete Moses Sithole innerhalb von weniger als zwei Jahren 37 Frauen und ein Kleinkind. Ein zeitgenössischer Prozessbericht der Los Angeles Times beschreibt die Anklage wegen 38 Morden und 40 Vergewaltigungen; eine wissenschaftliche Arbeit der University of the Witwatersrand bestätigt die 38 Mordschuldsprüche.

Werdegang

Sein Vater starb, als er fünf Jahre alt war, seine Mutter verließ die Familie kurz darauf. Er verbrachte drei Jahre in einem Waisenhaus, das er später als missbräuchlich beschrieb. Als Jugendlicher wurde er wegen Vergewaltigung verurteilt und verbüßte sieben Jahre Haft, eine Erfahrung, die er später als Auslöser für seinen Hass auf Frauen anführte.

Taten

Er gründete eine vorgetäuschte Organisation namens „Youth Against Human Abuse” und lud Frauen unter dem Vorwand offener Stellen zu Vorstellungsgesprächen ein. Anschließend brachte er sie in abgelegene Felder, wo er sie schlug, vergewaltigte und meist mit ihrer eigenen Unterwäsche erwürgte. Die Leichen ließ er an Bahnhöfen, auf Feldern oder Abraumhalden zurück. Nach eigenen, später relativierten Angaben dauerte das Erwürgen jeweils rund drei Minuten.

Festnahme

Im Oktober 1995 kontaktierte er die südafrikanische Journalistin Tamsen de Beer und bekannte sich als gesuchter Täter, wobei er zunächst 76 Opfer für sich beanspruchte. Die Polizei stellte ihn daraufhin in Johannesburg, wo er einen Polizisten mit einer Axt angriff und durch Schüsse verletzt wurde.

Prozess

Vor dem Obergericht Pretoria legte er Ende 1996 ein Videogeständnis ab. Im Dezember 1997 verurteilte ihn das Gericht zu 50 Jahren Haft für jeden der 38 Morde, zwölf Jahren für jede der 40 Vergewaltigungen und fünf Jahren für jeden der sechs Raubüberfälle, insgesamt 2.410 Jahre.

Nachwirkungen

Der Fall gilt als einer der schwersten Serienmordfälle in der Geschichte Südafrikas und löste eine breite gesellschaftliche Debatte über die Verwundbarkeit arbeitsuchender Frauen in der Zeit nach dem Ende der Apartheid aus. Er sitzt bis heute im Mangaung Correctional Centre in Bloemfontein ein.