Mohammed Saleh Ali
- Aktive Jahre
- 2006
- Modus Operandi
- ErwürgenVergewaltigungKomplizen
Mohammed Saleh Ali beteiligte sich am 24. Januar 2006 mit Omar Hussain und Mohamad Marid Hama an der Ermordung der 20 Jahre alten Banaz Mahmod. Die Tat war von ihrem Vater Mahmod Mahmod und ihrem Onkel Ari Mahmod beschlossen worden. Ein britisches Gericht verhängte 2010 lebenslange Haft mit mindestens 22 Jahren Verbüßungsdauer.
Mordauftrag und Tat
Banaz hatte eine gewalttätige Zwangsehe verlassen und eine Beziehung zu einem Mann ihrer Wahl begonnen. Angehörige betrachteten dies als Verletzung der Familienehre. Mohammed war ein Cousin des Opfers und gehörte zu der Gruppe, die den Mordplan ausführte. Im Elternhaus in Mitcham wurde Banaz über längere Zeit misshandelt und vergewaltigt, bevor die Täter sie erwürgten. Die Leiche brachten sie in einem Koffer nach Birmingham und vergruben sie in einem Garten.
Flucht, Auslieferung und Urteil
Mohammed floh zusammen mit Omar in den Irak. Britische Ermittler erreichten später ihre Auslieferung. Im November 2010 sprach ein Gericht beide Männer des Mordes schuldig. Mohammed erhielt lebenslange Haft mit einer Mindestverbüßungsdauer von 22 Jahren. Zusätzlich wurde er wegen Entführungsverschwörung, Morddrohungen und Behinderung der Justiz verurteilt.
Nachwirkungen
Die Verurteilung zeigte, dass auch eine Flucht in die Herkunftsregion die Strafverfolgung nicht dauerhaft verhinderte. Der Fall wurde zugleich zu einem Beispiel für schwere Versäumnisse der Polizei beim Schutz eines bedrohten Opfers.