Michael Wolpert
- Aktive Jahre
- 1980–1983
- Modus Operandi
- VergewaltigungErstechen
Nach seiner Festnahme wegen eines Sexualdelikts gestand Michael Wolpert fünf Tötungen im Rhein-Main-Gebiet. Später widerrief er. Das Landgericht Darmstadt verurteilte ihn im Revisionsverfahren dennoch zu lebenslanger Haft, wie eine Chronik des Hessischen Landeskriminalamts festhält.
Werdegang
Bereits 1979 und 1982 war er wegen exhibitionistischer Handlungen und eines versuchten Übergriffs aufgefallen, kam jedoch beide Male mit geringen Geldstrafen davon, obwohl die Vorwürfe schwerwiegend waren.
Taten
Die belastbaren Quellen beschreiben fünf getötete Frauen zwischen 1980 und 1983. Drei junge Frauen wurden in Waldgebieten angegriffen, zwei Opfer arbeiteten als Prostituierte in Frankfurt. Namentlich belegt die Offenbach-Post die 14-jährige Regina Barthel, die 1980 in einem Wald bei Dietzenbach getötet wurde, und die 17-jährige Regina Spielmann, die zwei Jahre später im selben Waldstück starb. Die amtliche Chronik nennt zwei Schülerinnen, eine Studentin und zwei Prostituierte. Weitergehende Opferlisten aus nichtamtlichen Sekundärseiten widersprechen dieser Zusammensetzung und werden deshalb nicht als gesichert übernommen.
Festnahme
Am 29. November 1983 griff er eine 19-Jährige auf ihrem Heimweg von der Arbeit an. Passanten wurden auf den Angriff aufmerksam, überwältigten ihn gemeinsam und hielten ihn fest, bis die Polizei eintraf.
Prozess
Anfang März 1984 gestand er fünf Morde. Später widerrief Michael Wolpert das Geständnis. Vier Jahre nach seiner Festnahme verurteilte ihn das Landgericht Darmstadt im Revisionsverfahren zu lebenslanger Haft.
Nachwirkungen
Der Fall hielt die Region Frankfurt und Offenbach über mehr als drei Jahre in Atem. Über Michael Wolperts heutigen Vollzugs- oder Lebensstatus war keine belastbare aktuelle Behördenquelle auffindbar, deshalb bleibt dieser Punkt offen.