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Metod Trobec

Dolenja vas pri Polhovem Gradcu, das Dorf, in dem Metod Trobec seinen Hof betrieb
Doremo, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
5
Opfer
verstorben
SerienmörderDolenja Vas , Slowenien
Aktive Jahre
1976–1978

Metod Trobec wurde am 6. Juni 1948 in Planina nad Horjulom geboren, damals Teil Jugoslawiens, heute Slowenien. Alle seine Taten fallen ebenfalls in diese jugoslawische Zeit; das Gebiet gehört seit der Unabhängigkeit 1991 zu Slowenien, weshalb der Fall hier unter Slowenien geführt wird. Zwischen 1976 und 1978 vergewaltigte und erwürgte er auf seinem abgelegenen Bauernhof in Dolenja Vas pri Polhovem Gradcu mindestens fünf Frauen und verbrannte ihre Leichen anschließend in einem Steinofen.

Werdegang

Er wuchs auf einem Hof ohne fließendes Wasser auf, scheiterte in der Schule bereits in der siebten Klasse und arbeitete nach dem Militärdienst zwischen 1971 und 1974 als Automechaniker in Westdeutschland. Zurück in Slowenien betrieb er einen kleinen, isolierten Hof, heiratete zweimal und lebte weitgehend zurückgezogen.

Taten

Er lockte allein reisende oder wohnungslose Frauen zu seinem Gehöft, vergewaltigte und erwürgte sie dort. Die Leichen verbrannte er anschließend mit Benzin und Holz in einem Steinofen und verstreute Asche und Knochenreste in einer Sickergrube oder vergrub sie in einer Urne.

  1. Vida Markovčič (18), Einzelhandelslehrling, Frühjahr 1976
  2. Marjana Cankar (53), Rentnerin und Putzhilfe, 25. März 1977
  3. Urška Brečko (21), Barkeeperin, 20. März 1978
  4. Ana Plevnik (43), arbeitslose Arbeiterin, Frühjahr 1978
  5. Zorica Nikolić (33), Haushälterin, 17. November 1978

Ermittler vermuteten zudem, dass die bereits 1975 verschwundene Olga Pajić (45) sein erstes Opfer gewesen sein könnte, ihre Papiere wurden erst 1984 gefunden, ein gerichtlicher Nachweis gelang jedoch nicht.

Festnahme

Im August 1979 überfiel er den deutschen Touristen Hermann Lampenau, schlug ihn nieder und raubte ihn aus. Ein Pilzsammler fand den Verletzten und alarmierte die Polizei, die ihn wenige Stunden später in Kranj festnahm. Bei der Durchsuchung seines Hofs fanden die Ermittler menschliche Knochen und Schädel in seinem Ofen.

Prozess

Der erste Prozess vor dem Bezirksgericht Kranj endete am 25. November 1980 mit einem Todesurteil. Das Oberste Gericht hob dieses später auf, weil die familiäre Vorgeschichte psychischer Erkrankungen nicht ausreichend berücksichtigt worden war. Ein zweiter Prozess 1982 führte erneut zum Todesurteil, das Oberlandesgericht Ljubljana wandelte die Strafe jedoch in 20 Jahre Haft um.

Haft

In der Haft griff er mehrfach Mitgefangene mit Messern an, unter anderem 1988, 1990 und 1992, wofür ihm in mehreren Nachverfahren insgesamt weitere 25 Jahre Haft auferlegt wurden.

Tod

Nach dem Tod seiner Mutter im März 2006 und zunehmenden gesundheitlichen Problemen erhängte er sich am 30. Mai 2006 mit einem Bettlaken in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Dob pri Mirni, ohne einen Abschiedsbrief zu hinterlassen.

Nachwirkungen

Der Fall gilt als einer der bekanntesten und brutalsten Kriminalfälle der jugoslawischen und späteren slowenischen Geschichte und machte ihn landesweit zu einer der bekanntesten Figuren des Landes überhaupt.