Mauro Antonello
- Aktive Jahre
- 2002
- Modus Operandi
- Erschießen
Am 15. Oktober 2002 erschoss der arbeitslose ehemalige Sicherheitsbeamte Mauro Antonello in Chieri bei Turin seine Ex-Frau, drei ihrer Angehörigen und drei weitere Menschen, die sich zufällig in der Nähe aufhielten. Anschließend tötete er sich selbst.
Werdegang
Er war zuvor als Bauarbeiter und Sicherheitsbeamter tätig gewesen, zum Tatzeitpunkt arbeitslos, und galt als Waffensammler. Seine Ehe mit Carla Bergamin war 1995 geschieden worden, die Trennung hatte nach Aussagen aus dem Umfeld ein bitteres, ungelöstes Verhältnis zu ihr und ihrer gesamten Familie hinterlassen.
Taten
Er wartete am Morgen des 15. Oktober 2002 in einem gemieteten Wohnwagen, bis seine Ex-Frau die gemeinsame siebenjährige Tochter zur Schule gebracht hatte. Als sie zu ihrem Auto zurückkehrte, erschoss er zunächst sie, dann in zwei benachbarten Wohnhäusern sechs weitere Menschen: ihre Mutter, ihren Bruder, dessen Ehefrau, zwei zufällig anwesende Nachbarn und eine Angestellte der familieneigenen Textilfabrik. Bewaffnet war er mit zwei halbautomatischen Pistolen, einem Revolver und einer leichten Maschinenpistole, alle legal registriert. Die gesamte Schießerei dauerte weniger als zwei Minuten.
Ende der Tat
Unmittelbar nach der letzten Tötung erschoss sich Mauro Antonello selbst in einem Dachraum eines der beiden Häuser. Zu einer Festnahme oder einem Prozess kam es nicht mehr.
Nachwirkungen
Die Strage di Chieri, wie die Tat in Italien genannt wird, gilt als eines der schwersten Familiendramen des Landes in dieser Zeit und wurde später auch in der italienischen True-Crime-Podcast-Reihe Demoni Urbani aufgearbeitet (Folge „La furia del maschio – La storia di Mauro Antonello”). Die siebenjährige Tochter des Täters und seiner getöteten Ex-Frau überlebte, da sie zum Tatzeitpunkt bereits in der Schule war.