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Mark Hobson

Landwirtschaftliche Fläche bei Camblesforth in North Yorkshire, dem Dorf, in dem Mark Hobson 2004 seine ersten beiden Opfer tötete
Christine Johnstone / Geograph Britain and Ireland / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0

Er lockt die Zwillingsschwester seiner toten Freundin mit einer erfundenen Krankheitsgeschichte in dieselbe Wohnung, in der er die Schwester eine Woche zuvor bereits erschlagen hatte. Acht Tage und zwei weitere Morde später wird Mark Hobson zwischen einem Dornenbusch und einer Klärgrube aufgespürt, wo er sich vor der größten Fahndung Nordenglands seit Jahren versteckt hält.

Werdegang

Mark Richard Hobson wurde am 2. September 1969 in Wakefield in West Yorkshire geboren und wuchs nach eigenen Angaben von Nachbarn in geordneten, unauffälligen Verhältnissen auf. Er arbeitete unter anderem bei einer Papierfabrik, im Kraftwerk Drax und als Landschaftsgärtner, ab 1998 zusätzlich als Türsteher im Nachtclub „Kans” in Selby. 2002 stach er in Selby einen vermeintlichen Nebenbuhler fünfmal in die Brust und verletzte dabei dessen Lunge, kam aber mit einer Bewährungsstrafe davon, eine Entscheidung, die im Rückblick angesichts seiner späteren Taten scharf kritisiert wurde.

Die Taten

Am Abend des 11. Juli 2004 erschlug er seine Freundin Claire Sanderson, 27, in der gemeinsamen Wohnung an der Millfield Drive in Camblesforth mit siebzehn Hammerschlägen auf den Kopf und erwürgte sie anschließend. Er verpackte ihre Leiche in Müllsäcken. Eine Woche später, am 17. Juli, lockte er Claires Zwillingsschwester Diane Sanderson mit der Lüge, Claire liege krank im Bett und wolle sie sehen, in dieselbe Wohnung. Dort folterte er sie mit einer Rasierklinge und einer Schere, vergewaltigte sie und tötete sie schließlich mit dem Hammer und durch Erwürgen. Am 18. Juli suchte er das ältere Ehepaar James und Joan Britton in deren Haus im Dorf Strensall bei York auf, schlug James Britton mit dessen eigenem Gehstock nieder und erstach anschließend beide.

Festnahme

Die Polizei startete eine achttägige Großfahndung mit mehr als 500 Beamten aus zwölf verschiedenen Diensten. Am 25. Juli 2004 wurde er an einer Tankstelle im Dorf Shipton-by-Beningbrough bei York gefasst, ein Tankwart hatte ihn wiedererkannt. Man fand ihn versteckt zwischen einem Dornenbusch und einer Klärgrube, bei seiner Festnahme gab er unaufgefordert zu, ein Mörder zu sein.

Prozess

Vor dem Crown Court in Leeds bekannte er sich am 18. April 2005 aller vier Morde für schuldig. Eine psychiatrische Untersuchung bescheinigte ihm volle Zurechnungsfähigkeit. Am 27. Mai 2005 verhängte das Gericht eine lebenslange Freiheitsstrafe ohne jede Aussicht auf Entlassung.

Nachwirkungen

Mark Hobson sitzt seither im Gefängnis von Wakefield ein. Dort griff er den zeitweise ebenfalls in Wakefield inhaftierten Ian Huntley mit kochendem Wasser an, wofür er drei Monate in Einzelhaft verbrachte. Bei seiner Festnahme fanden Ermittler zudem eine vorbereitete Liste mit weiteren möglichen Opfern, darunter die Eltern seiner Freundin und die seiner Exfrau, zu deren Ermordung es nicht mehr kam. Mehr zum Tathergang und zu den gesellschaftlichen Folgen der Mordserie in der Schlagzeile Amoklauf von Camblesforth und Strensall.

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