Kaspars Petrovs
- Serienmörder — Riga , Lettland
- Aktive Jahre
- 2000–2003
- Modus Operandi
- ErwürgenEinbruchVortäuschung von Hilfsbedürftigkeit
Kaspars Petrovs wurde 1978 als Sohn eines angesehenen Arztes geboren, lebte jedoch selbst über Jahre obdachlos in Riga. Zwischen 2000 und 2003 erwürgte er dort mindestens 13 alleinstehende Rentnerinnen, weiteren rund 25 Fällen wurde er verdächtigt, verurteilt wurde er mangels Beweisen jedoch nur für die 13 gesicherten Taten.
Taten
Er beobachtete ältere Frauen auf Postämtern und Märkten und gewann anschließend ihr Vertrauen, teils indem er sich als Mitarbeiter des staatlichen Gasversorgers ausgab, um Zutritt zu ihren Wohnungen zu erhalten. Dort erwürgte er sie mit einem Handtuch und drapierte die Leichen anschließend so auf dem Bett, dass sie wie Schlafende wirkten. Er entwendete jeweils nur geringe Bargeldbeträge, Konservendosen und Schmuck im Gesamtwert von umgerechnet rund 35.000 US-Dollar.
Ermittlung und Festnahme
Fingerabdrücke am Tatort einer Wohnung führten die Ermittler zu ihm, seine Abdrücke waren aus einer früheren Verurteilung wegen Diebstahls 1998 bereits registriert. Er wurde am 3. Februar 2003 festgenommen.
Prozess
Am 13. Mai 2005 wurde er vom Bezirksgericht Riga wegen 13-fachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Er selbst bestritt während des Prozesses eine Tötungsabsicht und erklärte, es sei ihm nur um den Diebstahl gegangen.
Nachwirkungen
Der Fall erschütterte Lettland, weil er gezielt eine der verletzlichsten Gruppen der Gesellschaft ins Visier nahm, alleinlebende ältere Menschen, und führte zu verstärkten Warnungen vor unangemeldeten angeblichen Handwerkern und Versorgungsmitarbeitern an der Wohnungstür.