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José Manuel Martínez

genannt „El Mano Negra"

Polizeifoto von José Manuel Martínez, Tulare County Sheriff's Department
Tulare County Sheriff's Department, via Wikimedia Commons · Public Domain (PD-California)
12
Opfer
„El Mano Negra"
inhaftiert
AuftragsmörderFresno , USA
Aktive Jahre
1980–2013
Modus Operandi
ErschießenKomplizen

José Manuel Martínez, ein mexikanisch-amerikanischer Auftragskiller mit dem Beinamen „El Mano Negra” (Die schwarze Hand), wurde wegen zwölf Morden verurteilt, die er zwischen 1980 und 2013 in Kalifornien, Florida und Alabama beging. Nach seiner Festnahme gestand er insgesamt rund 36 Tötungen in mindestens zwölf US-Bundesstaaten, nach eigenen Angaben überwiegend im Zusammenhang mit Schulden gegenüber mexikanischen Drogenkartellen.

Werdegang

Er wurde am 13. Juni 1962 in Fresno, Kalifornien, geboren. Über seine Kindheit und Jugend ist wenig gesichert bekannt, spätestens ab den späten 1970er-Jahren geriet er in den Einflussbereich mexikanischer Drogenkartelle und begann, im Auftrag Schulden gewaltsam einzutreiben.

Kriminelle Aktivitäten

Zwischen 1980 und 2013 erschoss er über weite Teile Kaliforniens verteilt wiederholt Männer, denen er selbst oder Auftraggeber aus dem Drogenmilieu Geld schuldeten oder die als unzuverlässig galten. Die meisten Taten ereigneten sich in ländlichen Gegenden des Central Valley nahe Städten wie Porterville, Richgrove und McFarland, zwei weitere Morde beging er 2006 im Ocala National Forest in Florida.

Namentlich bekannte Opfer (chronologisch):

  1. David Bedolla (23), erschossen am 21. Oktober 1980 zwischen Lindsay und Strathmore, Kalifornien
  2. Sylvester Ayon (30), erschossen am 1. Oktober 1982 bei Santa Ynez, Kalifornien
  3. Raul Gonzalez (22), erschossen am 19. Oktober 1982 östlich von Porterville, Kalifornien
  4. Domingo Perez (29), erschossen am 8. April 1995 nördlich von Richgrove, Kalifornien
  5. Santiago Perez (56), erschossen am 14. Februar 2000 in Pixley, Kalifornien
  6. Javier Huerta (20), erschossen im November 2006 im Ocala National Forest, Florida
  7. Gustavo Olivares (28), erschossen im November 2006 im Ocala National Forest, Florida
  8. Jose Alvarado (25), erschossen am 15. Februar 2007 bei McFarland, Kalifornien
  9. Juan Bautista Moreno (52), erschossen am 23. März 2009 bei McFarland, Kalifornien
  10. Joaquin Barragan (45), erschossen am 30. September 2009 östlich von Earlimart, Kalifornien
  11. Gonzalo Urquieta, erschossen am 7. Februar 2011 bei Richgrove, Kalifornien
  12. Jose Ruiz, erschossen im März 2013 in Alabama

Ermittlung und Festnahme

Am 17. Mai 2013 wurde er wegen des Mordes an Jose Ruiz in Alabama festgenommen. Während der anschließenden Vernehmung gestand er den Behörden weit mehr Taten, als ihm zunächst zur Last gelegt worden waren, und sprach von rund 36 Morden über einen Zeitraum von mehr als drei Jahrzehnten.

Prozess

In Alabama bekannte er sich im März 2013 schuldig und wurde zu 50 Jahren Haft verurteilt. In Kalifornien folgte im Oktober 2015 ein Schuldeingeständnis zu neun weiteren Mordfällen, das ihm lebenslange Haft ohne Bewährungsmöglichkeit einbrachte. In Florida entschied eine Jury nach einem dreiwöchigen Prozess im Juni 2019 gegen die Todesstrafe, stattdessen erhielt er zwei weitere, aufeinanderfolgende lebenslange Haftstrafen.

Nachwirkungen

Er verbüßt seine insgesamt zehn lebenslangen Haftstrafen im Bundesgefängnis USP Victorville in Kalifornien. Der Fall gilt als einer der umfangreichsten bekannt gewordenen Serien von Auftragsmorden im Zusammenhang mit mexikanischen Drogenkartellen auf US-amerikanischem Boden.

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