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John Edward Robinson

genannt „Slavemaster"

Rathaus von Olathe, Kansas, wo John Edward Robinson lebte und seine Betrugsgeschäfte betrieb
KS123, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
8
Opfer
„Slavemaster"
inhaftiert
SerienmörderOlathe , USA
Aktive Jahre
1984–2000
Modus Operandi
Stumpfe Gewalt

John Edward Robinson wurde am 27. Dezember 1943 in Cicero, Illinois, geboren. Zwischen 1984 und 2000 tötete er mindestens acht Frauen in Kansas und Missouri, die er zuvor über gefälschte Stellenangebote oder BDSM-Chatrooms unter dem Pseudonym „Slavemaster” angelockt hatte, und gilt als einer der ersten Serienmörder, die das Internet gezielt zur Opfersuche nutzten.

Werdegang

Lange bevor er zum Mörder wurde, fiel er durch Wirtschaftsdelikte auf: Bereits 1969 wurde er wegen der Veruntreuung von 33.000 Dollar aus einer Arztpraxis verhaftet, in den 1970er-Jahren folgten weitere Festnahmen wegen Scheckbetrugs, Wertpapierbetrugs und Postbetrugs. Nach außen gab er sich als engagiertes Mitglied der Gemeinde, unter anderem als Pfadfinderführer und Sonntagsschullehrer, während er im Hintergrund systematisch Menschen betrog.

Taten

Über gefälschte Beratungsfirmen bot er Frauen angebliche Jobs an, gab sich als wohlhabender Philanthrop aus oder lockte sie über BDSM-Chatrooms mit dem Versprechen eines luxuriösen Lebens als „Sklavin” an. Ermittler ordnen ihm folgende Todesfälle zu:

  1. Paula Godfrey (19), verschwunden 1984, Leiche nie gefunden
  2. Lisa Stasi (19), getötet 1985, ihre Tochter wurde unter falschen Angaben zur Adoption freigegeben
  3. Catherine Clampitt (27), verschwunden 1987, Leiche nie gefunden
  4. Beverly Bonner (49), 1994
  5. Sheila Faith (45) und ihre Tochter Debbie Faith (15), 1994
  6. Izabela Lewicka (21), 1999
  7. Suzette Trouten (27), 2000

Mehrere Opfer fanden Ermittler später in Chemiefässern auf seiner Farm in Kansas sowie in Lagerräumen in Missouri. Die Todesursache war in den obduzierten Fällen jeweils stumpfe Gewalt gegen den Kopf, meist mit einem Hammer.

Ermittlung und Festnahme

Am 2. Juni 2000 wurde er zunächst wegen sexueller Nötigung und Diebstahls festgenommen, was den Ermittlern die rechtliche Grundlage für eine Durchsuchung seiner Farm lieferte. Dabei fanden sie zwei Leichen in Chemiefässern in Kansas sowie drei weitere in Lagerräumen in Missouri.

Prozess

2002 sprach ihn eine Jury in Kansas wegen der Tötungen von Lisa Stasi, Izabela Lewicka und Suzette Trouten schuldig und verhängte für die beiden Kapitalmorde die Todesstrafe. Der Supreme Court of Kansas hob 2015 wegen unzulässiger Mehrfachwertung zwei Einzelverurteilungen auf, bestätigte aber den Schuldspruch wegen mehrfachen Mordes und die Todesstrafe. Im Oktober 2003 bekannte er sich im Rahmen eines Deals zusätzlich zu fünf Morden in Missouri schuldig und erhielt dafür fünf weitere lebenslange Haftstrafen ohne Bewährungsmöglichkeit, ohne jedoch die Fundorte der noch vermissten Opfer preiszugeben.

Nachwirkungen

Er sitzt weiterhin in der Todeszelle der El Dorado Correctional Facility in Kansas ein, wo Hinrichtungen faktisch seit Jahrzehnten ausgesetzt sind. Ermittler gehen davon aus, dass er für weitere, bislang unentdeckte Todesfälle verantwortlich sein könnte.

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