Joel Rifkin
- Aktive Jahre
- 1989–1993
- Modus Operandi
- ErwürgenZerstückelung
Ein fehlendes Kennzeichen brachte am 28. Juni 1993 eine Mordserie ans Licht. Nach einer Verfolgungsfahrt fanden Staatspolizisten Tiffany Brescianis Leiche in Joel David Rifkins Wagen. Er gestand anschließend 17 Tötungen, wurde aber nur wegen neun Morden verurteilt.
Werdegang
Bereits drei Wochen nach seiner Geburt wurde er von einem wohlhabenden jüdischen Ehepaar adoptiert und wuchs im Ort East Meadow auf Long Island auf. Trotz eines überdurchschnittlichen IQ von 128 litt er unter einer Lese-Rechtschreib-Schwäche und wurde von Mitschülern gemobbt, was ihn zunehmend isolierte. Nach dem Schulabschluss 1977 besuchte er mehrere Colleges, ohne einen Abschluss zu erreichen. 1987 nahm sich sein Adoptivvater, der an Prostatakrebs erkrankt war, durch eine Überdosis das Leben, ein Ereignis, das seine bereits vorhandene Depression verstärkte. Im selben Jahr wurde er bei einer Razzia gegen Prostitution festgenommen.
Taten
Am 20. Februar 1989 tötete er nach seinem späteren Geständnis Heidi Balch in seinem Elternhaus und zerstückelte anschließend die Leiche, wobei er Zähne und Fingerspitzen entfernte, um eine Identifizierung zu erschweren. In den folgenden vier Jahren tötete er überwiegend Prostituierte und drogenabhängige Frauen, die er in seinem Fahrzeug erwürgte. Zu den Frauen, die er als Opfer nannte, zählten unter anderem Barbara Jacobs, Mary Ellen DeLuca, Yun Lee, Lorraine Orvieto, Anna Lopez, Violet O’Neill, Jenny Soto, Mary Catherine Williams, Leah Evans, Iris Sanchez, Lauren Marquez und Tiffany Bresciani. Die Leichen entsorgte er meist in Gewässern wie dem Hudson River, dem East River, dem Harlem River und dem Coney Island Creek.
Festnahme
Am 28. Juni 1993 stoppten Staatspolizisten seinen Pickup-Truck auf dem Southern State Parkway, weil das Fahrzeug kein Kennzeichen trug. Er versuchte zunächst zu fliehen und verursachte einen Unfall, als er die Kontrolle über den Wagen verlor. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten die Leiche der 22-jährigen Tiffany Bresciani, die er zwei Tage zuvor entführt und getötet hatte.
Prozess
Im Mai 1994 sprach ihn ein Gericht zunächst wegen Tiffany Brescianis Ermordung schuldig. Weitere Schuldbekenntnisse und Verurteilungen folgten in getrennten Verfahren, bis neun Morde juristisch erfasst waren. Für weitere Fälle reichte die Beweislage für eine gesonderte Anklage nicht aus, obwohl er insgesamt 17 Taten gestand. Die Gerichte verhängten zusammen Freiheitsstrafen von mehr als 200 Jahren.
Nachwirkungen
Er sitzt in der Clinton Correctional Facility im US-Bundesstaat New York ein, zeitweise unter verschärften Isolationsbedingungen nach Konflikten mit einem Mitgefangenen. Eine Bewährung ist frühestens im Jahr 2197 möglich. Der Fall gehört zu den bekanntesten New Yorker Kriminalfällen der 1990er-Jahre.