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James Inglis

Weg am Rand der Innenstadt von Kingston upon Hull, Tatort des Falls James Inglis
Ian S / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0
1
Opfer
hingerichtet
TotschlägerKingston upon Hull , Großbritannien
Aktive Jahre
1951
Modus Operandi
Erwürgen

Sieben Sekunden vergingen zwischen dem Moment, in dem ein Wärter die Zellentür öffnete, und dem Moment, in dem die Falltür unter ihm aufklappte. Es war die schnellste Hinrichtung, die je in Großbritannien dokumentiert wurde, und sie beendete das kurze Leben eines Mannes, der eine Frau in einem Streit um wenige Schillinge erwürgt hatte.

Werdegang

James Inglis wurde um 1922 in Schottland geboren. Über seine Kindheit und Jugend ist wenig bekannt, ebenso wenig über seinen weiteren Lebensweg bis zur Tat im Jahr 1951, als er 29 Jahre alt war.

Die Tat

Am 1. Februar 1951 tötete Inglis in Kingston upon Hull, Yorkshire, die 50 Jahre alte Alice Morgan, die als Prostituierte arbeitete, durch Erwürgen. Auslöser war laut Gerichtsakten ein Streit um die Bezahlung. Inglis gestand die Tat später vollständig.

Ermittlung und Prozess

Vor Gericht plädierte Inglis auf Unzurechnungsfähigkeit, konnte die Geschworenen davon jedoch nicht überzeugen. Richter Mr Justice Ormerod verurteilte ihn am 20. April 1951 zum Tode durch den Strang. Da Inglis auf ein Berufungsverfahren verzichtete, griff die damalige gesetzliche Regelung, wonach die Hinrichtung bereits drei Sonntage nach dem Urteil vollstreckt werden musste.

Hinrichtung

Am 8. Mai 1951 führten der Henker Albert Pierrepoint und sein Assistent Syd Dernley die Hinrichtung im Strangeways-Gefängnis in Manchester durch. Inglis ging der Beschreibung nach fast im Laufschritt vom Wärter zum Galgen, offenbar der Empfehlung folgend, die Prozedur „schnell und ohne Aufhebens” hinter sich zu bringen. Von der Öffnung seiner Zellentür bis zum Auslösen der Falltür vergingen nur sieben Sekunden, die schnellste dokumentierte Hinrichtung in der britischen Geschichte.

Nachwirkungen

Der Fall blieb vor allem wegen dieses Rekords im kollektiven Gedächtnis der britischen Kriminalgeschichte haften. Im Spielfilm „Pierrepoint” von 2005 über den Henker Albert Pierrepoint wurde eine an Inglis angelehnte Figur unter dem Namen „Maximovsky” dargestellt, ohne den echten Namen zu nennen.