Ian Brady
- Aktive Jahre
- 1963–1965
- Modus Operandi
- ErwürgenVergewaltigungKomplizenEinbruch
Ian Brady wurde am 2. Januar 1938 geboren. Zwischen 1963 und 1965 entführte und tötete er gemeinsam mit seiner Partnerin Myra Hindley fünf Kinder und Jugendliche im Raum Manchester. Die Taten wurden als „Moorenmorde” bekannt, weil mehrere Opfer auf dem Saddleworth Moor vergraben wurden.
Werdegang
Er lernte Myra Hindley 1961 als Arbeitskollegin in einem Lagerhaus in Manchester kennen. Er beeinflusste sie zunehmend mit seiner Faszination für Gewalt und nationalsozialistische Literatur, gemeinsam entwickelten die beiden Fantasien vom „perfekten Mord”.
Taten
Zwischen Juli 1963 und Oktober 1965 lockte das Paar mit Hindleys Hilfe mehrere Kinder und Jugendliche in ihr Auto, meist unter dem Vorwand, ihnen beim Tragen von Einkäufen zu helfen. Zu den Opfern zählten:
- Pauline Reade (16), getötet am 12. Juli 1963
- John Kilbride (12), getötet am 23. November 1963
- Keith Bennett (12), getötet am 16. Juni 1964
- Lesley Ann Downey (10), getötet am 26. Dezember 1964
- Edward Evans (17), getötet am 6. Oktober 1965
Mehrere Opfer wurden vor ihrem Tod sexuell missbraucht. Das Paar fertigte zudem Tonbandaufnahmen und Fotografien einiger Taten an, die später als Beweismittel dienten.
Festnahme und Prozess
Die Tötung Edward Evans’ im Oktober 1965 wurde von Hindleys Schwager David Smith beobachtet, der die Polizei alarmierte. Ian Brady wurde am 7. Oktober 1965 festgenommen. Im Juni 1966 wurden beide zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Leichen von Pauline Reade und Keith Bennett wurden zum Zeitpunkt des Prozesses noch nicht gefunden, ein drittes Grab auf dem Saddleworth Moor wurde erst 1987 entdeckt. Bennetts Überreste wurden nie gefunden.
Nachwirkungen
Er gestand 1988 zusätzliche Details zu den ungeklärten Fällen, ohne dass weitere Leichen geborgen werden konnten. Er verbrachte den Großteil seiner Haft in einer psychiatrischen Hochsicherheitseinrichtung und starb am 15. Mai 2017 im Alter von 79 Jahren in der Ashworth-Klinik, nach 51 Jahren Haft. Der Fall gilt bis heute als einer der erschütterndsten Kriminalfälle Großbritanniens.