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Helmut Weidenbröker

Die Nikolauskirche in Würselen-Broichweiden, wo Helmut Weidenbröker lebte
Norbert Schnitzler, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
1
Opfer
SerienmörderAachen , Deutschland
Aktive Jahre
1982–1986
Modus Operandi
VergewaltigungErstechen

Fahrgäste erinnerten sich daran, dass Helmut Weidenbröker an derselben Haltestelle ausgestiegen war wie die später tot aufgefundene Beate Görtz. Dieser Hinweis führte zu seiner Festnahme und zu einem Geständnis. Für vier ähnliche Tötungen in der Region Aachen reichte die Beweislage dagegen nicht zu einer Anklage oder Verurteilung.

Vorgeschichte

Weidenbröker wurde 1964 geboren und lebte in Broichweiden bei Würselen. Wegen Überfällen auf ältere Frauen und Handtaschenraubs war er bereits verurteilt worden. Während das Verfahren noch nicht endgültig abgeschlossen war, ereignete sich in der Region eine Reihe von Tötungen junger Frauen.

Die fünf Fälle

Zwischen 1982 und 1986 wurden Marta Habermann, Karen Fink, Doris Schröder, Elke Braun und Beate Görtz nach dem Verschwinden im Raum Aachen, Würselen und Stolberg tot aufgefunden. Die Taten wiesen Ähnlichkeiten auf: Die Opfer waren junge Frauen, mehrere verschwanden im Umfeld von Busverbindungen, und in den Fällen wurden sexuelle Gewalt sowie massive körperliche Verletzungen dokumentiert.

Am 6. März 1986 verschwand die achtzehnjährige Beate Görtz nach einer Busfahrt in Broichweiden. Zwölf Tage später wurde ihre Leiche aus der Rur geborgen. Aussagen anderer Fahrgäste brachten die Ermittler auf Weidenbrökers Spur. Er gestand diese Tötung und wurde am 10. April 1987 zu lebenslanger Haft verurteilt.

Offene Zuordnung

Die vier früheren Fälle werden in Sekundärdarstellungen häufig ebenfalls Weidenbröker zugeschrieben. Eine gerichtliche Feststellung gibt es dafür jedoch nicht. Das Profil zählt deshalb nur Beate Görtz als bestätigtes Todesopfer und führt die vier übrigen Fälle als mutmaßlich. Auch ein aktueller Haft- oder Lebensstatus ist ohne belastbare neuere Quelle nicht angegeben.