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Hans Grans

Polizeifoto von Fritz Haarmann, mit dem Hans Grans in Hannover lebte und handelte
Unbekannter Fotograf, ca. 1924, via Wikimedia Commons · Public Domain
1
Opfer
verstorben
Mörder — Hannover , Deutschland
Aktive Jahre
1923
Modus Operandi
Komplizen

Hans Grans wurde am 7. Juli 1901 in Hannover geboren. Er lebte zeitweise mit Fritz Haarmann, war dessen Geliebter und beteiligte sich am Handel mit Kleidung der Opfer. Nach einem Wiederaufnahmeverfahren wurde Hans 1926 wegen Beihilfe zum Mord an Fritz Wittig zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt. Er starb am 17. Februar 1975 in Hannover.

Beziehung und Tatvorwurf

Hans lernte den deutlich älteren Mann 1919 kennen. Beide wohnten zeitweise zusammen und betrieben einen Altwarenhandel. Im Umfeld des Hannoveraner Hauptbahnhofs stellte Hans Kontakte zu jungen Männern her. Nach den Ermittlungen erhielt er außerdem Kleidungsstücke und Gegenstände, die von Getöteten stammten.

Im ersten Prozess von 1924 warf die Anklage Hans vor, Adolf Hannappel bewusst als Opfer ausgewählt und seinen Partner zum Mord angestiftet zu haben. Dafür wurde er zunächst zum Tode verurteilt. Zusätzlich erhielt er zwölf Jahre Zuchthaus wegen Beihilfe bei der Tötung von Fritz Wittig.

Wiederaufnahme und Haft

Ein später entdeckter Brief des Haupttäters entlastete Hans im Fall Adolf Hannappel. Das Verfahren wurde 1926 wieder aufgenommen, die Todesstrafe aufgehoben. Bestehen blieb eine Verurteilung zu zwölf Jahren Zuchthaus wegen Beihilfe zum Mord in einem Fall. Historiker weisen darauf hin, dass Teile der Beweisführung und die genaue Rolle bis heute umstritten sind. Das rechtskräftige Urteil bestätigt dennoch relevante Beihilfe.

Nach Ablauf der gerichtlichen Strafe kam Hans nicht frei. Die nationalsozialistische Polizei brachte ihn ohne neues Urteil in Vorbeugehaft. Er überlebte Sachsenhausen und weitere Konzentrationslager und wurde 1945 in Bergen-Belsen befreit. Später arbeitete er unter anderem als Schmuckverkäufer und Maurer.

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