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Gilberto Chamba

genannt „Monster von Machala"

Blick auf die Altstadt von Lleida mit der Seu Vella, wo Gilberto Chamba 2004 sein Opfer María Isabel Bascuñana ermordete
Jorge Franganillo / Wikimedia Commons · CC BY 2.0
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Opfer
„Monster von Machala"
SerienmörderLleida , Spanien
Aktive Jahre
1988–2004

Am 23. November 2004 wollte María Isabel Bascuñana nach einem Abendkurs ihr Auto aus einer Tiefgarage in Lleida holen. Dort arbeitete Gilberto Antonio Chamba Jaramillo als Parkwächter. Nach den Feststellungen des Gerichts vergewaltigte und erwürgte er die 21-Jährige, obwohl er in Ecuador bereits wegen acht gleichartigen Tötungen verurteilt worden war. El País dokumentierte das Urteil der Audiencia de Lleida.

Werdegang

Gilberto Chamba wurde am 5. Oktober 1963 in Machala im Süden Ecuadors geboren und arbeitete dort als Taxifahrer. Zwischen 1988 und 1993 nutzte er sein Fahrzeug gezielt, um allein reisende, meist junge Frauen aufzugreifen. Er erwürgte mindestens acht von ihnen mit einem gelben Seil in der Provinz El Oro und missbrauchte die Leichen anschließend, ein Vorgehen, das ihm in der ecuadorianischen Presse den Beinamen „Monster von Machala” einbrachte.

Taten

1993 wurde er in Ecuador wegen der Tötung mehrerer Frauen und mehrfacher Vergewaltigung zu 16 Jahren Haft verurteilt, kam aber durch das sogenannte „Zwei-zu-eins”-Programm, eine Strafnachlass-Regelung für gute Führung, bereits nach rund sieben Jahren frei. Am 9. November 2000 verließ er Ecuador mit bereinigtem Strafregister und siedelte nach Spanien über, wo er zunächst unauffällig als Taxi- und Parkplatzwächter arbeitete. 2003 überfiel er in Lleida eine rumänische Sexarbeiterin, die den Angriff überlebte. Am 23. November 2004 vergewaltigte und tötete er die 21-jährige Jurastudentin María Isabel Bascuñana, deren Leiche in einem Auto gefunden wurde.

Ermittlung und Festnahme

Fingerabdrücke auf einer schwarzen Plastiktüte am Tatort führten die spanische Polizei am 1. Dezember 2004 zu ihm. DNA-Untersuchungen bestätigten anschließend zweifelsfrei seine Täterschaft.

Prozess

Die Audiencia de Lleida verurteilte ihn am 6. November 2006 zu insgesamt 45 Jahren Haft: 20 Jahre für den Mord, 12 Jahre für die Vergewaltigung und 13 weitere Jahre für den versuchten Mord und den versuchten sexuellen Übergriff auf die überlebende rumänische Sexarbeiterin. Auch der katalanische Rundfunk 3Cat nennt diese Aufteilung.

Nachwirkungen

Gilberto Chamba trat die Strafe in Spanien an. Eine belastbare aktuelle Vollzugsauskunft war bei der abschließenden Quellenprüfung nicht auffindbar, deshalb bleibt sein heutiger Status offen. Der Fall löste in Spanien eine Debatte darüber aus, wie ein bereits wegen Mordes verurteilter Mann mit bereinigtem Strafregister einwandern konnte, ohne dass die Behörden vor seiner Vorgeschichte gewarnt waren.