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Gerald Parker

genannt „Bedroom Basher"

Polizeifoto von Gerald Parker, California Department of Corrections
California Department of Corrections and Rehabilitation, via Wikimedia Commons · Public Domain (PD-California)
6
Opfer
„Bedroom Basher"
inhaftiert
SerienmörderCosta Mesa , USA
Aktive Jahre
1978–1979

Ein DNA-Treffer beendete nach fast zwanzig Jahren die Suche nach dem „Bedroom Basher“. Gerald Parker hatte in Orange County fünf Frauen und Mädchen getötet und einen Angriff auf die schwangere Dianna Green verübt, bei dem ihr ungeborenes Kind starb. Eine Jury sprach ihn deshalb in sechs Fällen des Mordes ersten Grades schuldig, während Kevin Green für die Tat an seiner Frau 17 Jahre unschuldig in Haft gesessen hatte.

Taten

Er brach nachts in die Schlafzimmer allein lebender oder schlafender Frauen ein, schlug sie nieder und vergewaltigte sie. Zu seinen Opfern zählten Sandra Kay Fry (17), Kimberly Gaye Rawlins (21), Marolyn Kay Carleton (31), Debora Kennedy (24) und Debra Lynn Senior (17). Am 30. September 1979 drang er durch die unverschlossene Haustür in die Wohnung der hochschwangeren Krankenschwester Dianna Green in Tustin ein, schlug sie nieder und vergewaltigte die Bewusstlose. Ihre Tochter Chantal Marie kam wenig später tot zur Welt.

Der Justizirrtum um Kevin Green

Weil Dianna Green nach der Tat unter einer vorübergehenden Amnesie litt, belastete sie versehentlich ihren eigenen Ehemann Kevin Green. Er wurde zu Unrecht verurteilt und verbrachte 17 Jahre im Gefängnis, ehe ein DNA-Abgleich der damals sichergestellten Spermaspuren im Juni 1996 zweifelsfrei Gerald Parker als Täter identifizierte. Kevin Greens Verurteilung wurde daraufhin aufgehoben, er erhielt später eine Entschädigung von 620.000 US-Dollar.

Festnahme und Prozess

Er saß zu diesem Zeitpunkt bereits seit 1980 wegen der Vergewaltigung einer 13-Jährigen in einem anderen Fall in Haft. Konfrontiert mit den neuen DNA-Beweisen gestand er die fünf Morde. Am 20. Oktober 1998 wurde er nach nur zwei Stunden Beratungszeit der Jury in sechs Anklagepunkten wegen Mordes ersten Grades für schuldig befunden, einschließlich des Mordes an der ungeborenen Chantal Marie Green. Am 10. Januar 1999 wurde er zum Tode verurteilt.

Nachwirkungen

Der Fall zählt zu den bekanntesten Beispielen für die Aufklärungskraft nachträglicher DNA-Analysen in der amerikanischen Rechtsgeschichte und trug dazu bei, den Umgang mit Aussagen traumatisierter Zeuginnen kritischer zu hinterfragen.