Frederick Hinson
- Aktive Jahre
- 1869
- Modus Operandi
- ErschießenStumpfe Gewalt
Ein Mann wartet im Dunkeln vor einem Bahnhof im Norden Londons auf ein Paar, das er seit Wochen beobachtet. Als die beiden aus dem Zug steigen, greift er sofort an: Innerhalb weniger Minuten sind zwei Menschen tot, ein Dritter versucht sich selbst die Kehle durchzuschneiden. Frederick Hinson hatte seine Eifersucht in offene Mordlust umschlagen lassen.
Werdegang
Frederick Hinson wurde 1837 in Schottland geboren und arbeitete als Zimmermann. In London lebte er mit Maria Death als Paar zusammen, obwohl er in seiner Heimat bereits verheiratet war. Im Herbst 1869 wurde er zunehmend misstrauisch, dass Maria eine Affäre mit einem Mann namens William Boyd hatte, und begann, das Paar zu beobachten.
Die Tat
Am 4. Oktober 1869 wartete er vor dem Bahnhof von Wood Green, bis Maria Death und William Boyd aus dem Zug stiegen. Er griff Boyd sofort an, wurde aber von einem Passanten weggerissen, sodass sein Opfer zunächst fliehen konnte. Daraufhin zerrte er Maria mit sich nach Hause, zog dort eine Pistole und schoss ihr in die Brust, bevor er mit dem Griff der Waffe weiter auf ihren Kopf einschlug. Anschließend suchte er gezielt nach William Boyd, fand ihn in einem Stall und erschoss ihn dort ebenfalls. Danach versuchte er sich mit einem Messer selbst die Kehle zu durchtrennen, überlebte den Versuch aber.
Festnahme und Prozess
Ein Polizist nahm ihn noch am Tatort fest. Vor dem Old Bailey wurde er wegen des Mordes an Maria Death verurteilt, obwohl er auch für den Tod William Boyds verantwortlich war. Die Beweislage, sein Geständnis und der eigene Suizidversuch ließen dem Gericht keinen Zweifel an seiner Schuld.
Hinrichtung
Am Morgen des 13. Dezember 1869 wurde Frederick Hinson im Newgate-Gefängnis in London durch den Henker William Calcraft gehängt. Der Fall zählt zu den bekannteren Eifersuchtsmorden des viktorianischen London und zeigt, wie öffentlich Hinrichtungen zu dieser Zeit noch begleitet wurden.