Franz Lorbach
- Aktive Jahre
- 1953–1956
- Modus Operandi
- ErschießenKomplizenEinbruch
Franz Lorbach war der langjährige Freund und Komplize von Werner Boost, der zwischen 1953 und 1956 im Raum Düsseldorf mehrere Liebespaare überfiel. Anders als Boost wurde Lorbach nicht wegen Mordes, sondern wegen Beihilfe verurteilt, nachdem er als Erster gegen ihn ausgesagt hatte.
Werdegang
Lorbach wurde 1931 geboren und war seit Jugendtagen mit Werner Boost befreundet. Gemeinsam begingen die beiden bereits vor den späteren Mordfällen mehrere Diebstähle, für die sie verurteilt wurden.
Taten
Im Januar 1953 war Lorbach anwesend, als Boost den Rechtsanwalt Bernd Servé erschoss, dessen Begleiter Adolf Hüllecremer den Angriff überlebte. Boost wurde zudem mit weiteren Todesfällen an Liebespaaren im Raum Düsseldorf in Verbindung gebracht, darunter der Tod des Bäckers Friedhelm Behre und seiner Begleiterin Thea Kürmann im November 1955 sowie der Sekretärin Hildegard Wassing und ihres Begleiters Peter Falkenberg im Februar 1956, an denen Lorbachs Beteiligung jedoch nicht in gleichem Maß nachgewiesen wurde wie beim Fall Bernd Servé.
Ermittlung und Geständnis
Nachdem ein Revierjäger Boost im Mai 1956 bei der Beobachtung eines weiteren Liebespaars entdeckt und die Polizei alarmiert hatte, gestand Lorbach im Juni 1956 als Erster seine Beteiligung am Angriff auf Bernd Servé und belastete damit Boost, der daraufhin als Haupttäter identifiziert wurde. Lorbach gab später an, von Boost zu seiner Mitwirkung gedrängt oder sogar hypnotisiert worden zu sein.
Prozess
1959 wurde Lorbach wegen Beihilfe zum Mord an Bernd Servé zu sechs Jahren Haft verurteilt, deutlich weniger als die lebenslange Zuchthausstrafe, die Boost erhielt.
Nachwirkungen
Über Franz Lorbachs Leben nach der Haftentlassung ist öffentlich nichts bekannt. Der Fall Werner Boost und Franz Lorbach zählt zu den bekanntesten ungeklärten Mehrfachmordserien der westdeutschen Nachkriegsgeschichte.